Tourismussparte weist Vorwurf der bewussten Lebensmittelverschwendung im Hotel- und Gastgewerbe zurück

WKÖ-Ribing: "Packerlsuppe statt frisch gekocht ist nicht unser Ansatz zur Vermeidung von Lebensmittelabfällen"

Wien (TP/OTS) - Die Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) weist die Aussagen der Initiative "United Against Waste", wonach die heimischen Hotel- und Gastronomiebetriebe jährlich 200.000 Tonnen an Lebensmittel verschwenden würden, vehement zurück.

"Gerade die Betriebe, die heimische Produkte verwenden und die mit der regionalen Landwirtschaft und den Produzenten eng zusammen arbeiten, pauschal als Lebensmittelverschwender und Müllverursacher zu verunglimpfen, ist der vollkommen falsche Ansatz", meint Rainer Ribing, Geschäftsführer der Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft, die rund 60.000 Hotel- und Gastronomiebetriebe vertritt.

Ribing unterstreicht, dass es "erstens ein Affront gegenüber einer gesamten Branche ist, das Ergebnis von 29 untersuchten Testbetrieben auf 60.000 Betriebe hochzurechnen und ungerechte Pauschalurteile zu verbreiten", und betont weiters: "Der Ansatz von Mitwirkenden der Initiative, die Gastronomie könne auf Convenience-Produkte und Packerl-Suppen umsteigen, um damit Abfälle zu vermeiden, ist sicher nicht unser Zugang."

Die Publicity-Aktion unter dem Titel "United Against Waste" steht damit auch im diametralen Gegensatz zu den Bemühungen von Landwirtschaft und Gastronomie, verstärkt regionale und saisonale Lebensmittel in bester Qualität auf den Tisch zu bringen. "Dass es bei frischen Lebensmitteln und frisch gekochten Speisen zu mehr Lebensmittelabfällen kommt, mag sein, aber es gibt dazu keine bessere Alternative", stellt Ribing klar.

Kein wirtschaftlich arbeitender Betrieb verursacht bewusst unnötige Abfälle im Lebensmittelbereich

Kein Gastronomie-Betrieb erzeuge bewusst unnötigen Abfall, allein schon aus betriebswirtschaftlichen Gründen nicht, so Ribing. Und weiter: "Wir müssen die Verwendung frischer regionaler Produkte aus der österreichischen Landwirtschaft in der Gastronomie unterstützen." Schon durch die kurzen Anlieferungswege fallen wesentlich weniger schädliche Treibhausgas-Emissionen und Verpackungsmüll an.

Aus den Gästebefragungen der Urlaubsgäste aus dem In- und Ausland geht hervor, dass Kulinarik neben Natur und Kultur zu den wichtigsten Erfolgsfaktoren für den österreichischen Tourismus zählt. "Für 34 Prozent, also mehr als ein Drittel unserer Gäste, sind typisch regionale Speisen ein wesentlicher Faktor für die Urlaubsentscheidung", hebt Ribing hervor.

Die Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft in der Wirtschaftskammer Österreich ist die solidarische Interessenvertretung für über 90.000 Tourismusbetriebe aus den Branchen Gastronomie, Hotellerie, Freizeit-und Sport, Reisebüros, Kinos, Kultur- und Vergnügungsbetriebe sowie Gesundheitsbetriebe. 600.000 Arbeitsplätze (jeder 5. Vollzeitarbeitsplatz) hängen lt. WIFO direkt oder indirekt von Tourismus und Freizeitwirtschaft ab.

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Mag. Rainer Ribing
Tel.: Tel.: (++43) 0590 900-3567
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