ÖHV an AK: Ernstzunehmende Arbeitsmarktpolitik statt fremdenfeindlicher Klischees

Wien (TP/OTS) - ÖHV: ÖHV-Vizepräsident Albert Schwaighofer ist über die entlarvenden Aussagen von AK-Präsident Pichler enttäuscht:
Ausländerfeindlichkeit darf keinen Platz haben in Österreich. Sinnvolle Maßnahmen für mehr Beschäftigung und höhere Löhne unterstützt die AK nicht.

"Die Arbeiterkammer sollte sich auf ihre Arbeit konzentrieren, anstatt Pflichtmitglieder wegen ihrer Herkunft zu diskriminieren", erklärt Albert Schwaighofer, Vizepräsident der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV). Zielführende Maßnahmen für Arbeitsplätze oder höhere Löhne im Tourismus aus der Arbeiterkammer fehlen. "Irgendwann muss man sich die Frage stellen, ob man den eigenen Ansprüchen und denen seiner Mitglieder gewachsen ist."

ÖHV an AK: Mitglieder ernstnehmen!

Die Arbeitgeber haben im AMS gefordert, Fachkräfte-Stipendien für Tourismus-Mitarbeiter zu fördern und nicht nur für andere Branchen. Die Arbeitnehmer haben das abgelehnt. Auch die eigene Forderung nach längeren Beschäftigungsverhältnissen nimmt die AK nicht ernst: Eigene Lösungsvorschläge gibt es nicht, die der ÖHV werden boykottiert.

Kein Platz für Fremdenfeindlichkeit!

Schwaighofer weiß die ÖHV-Präsidenten Michaela Reitterer und Gregor Hoch wie auch Mitglieder und Gäste hinter sich: "Die Arbeiterkammer genießt den Schutz der Verfassung. Sie sollte die Verfassung auch respektieren. Für Fremdenfeindlichkeit darf hier kein Platz sein. Wir fordern Präsident Pichler auf, das ein- für allemal klarzustellen:
EU-Bürger und andere mit ausländischen Wurzeln sind keine Arbeitnehmer zweiter Klasse - weder in unseren Betrieben noch in der Arbeiterkammer!"

ÖHV-Angebot an AK: Pakt für mehr Arbeitsplätze und höhere Gehälter

Die ÖHV schlägt der AK einen Pakt für mehr Beschäftigung und höhere Löhne vor aus einer steuer- und abgabenrechtlichen Komponente und einer Offensive für mehr und besser bezahlte Arbeitsplätze. "Wir müssen hier weiterkommen und wollen der AK die Hand reichen für eine gemeinsame Initiative. Schließlich geht es um unsere Mitarbeiter", erklärt Reitterer.

• Senkung von Lohnsteuer und Lohnnebenkosten
Arbeit muss sich wieder auszahlen, Mitarbeiter einzustellen ebenso. Die ÖHV fordert neben der Senkung der Lohnsteuer eine Lohnnebenkostensenkung. Basis für die Höhe der Lohnnebenkosten soll die Bedarfs- und Kostenentwicklung sein: Kostensenkungen sollten an die Kostenträger weitergegeben werden, Überschüsse nicht verspekuliert oder freihändig ausgegeben, sondern gegengerechnet werden.

• Offensive für mehr und besser bezahlte Arbeitsplätze
Wer mehr Gäste hat, stellt mehr Mitarbeiter ein. Die sinnvollste Maßnahme für mehr Arbeitsplätze im Tourismus ist die Nachfragesteigerung, Qualifikation der wirksamste Motor für die Gehaltsentwicklung. Die AK soll sich aktiv und glaubwürdig für mehr Tourismuswerbung einsetzen und Qualifikationsmaßnahmen im Tourismus fördern. Die ÖHV hat beim Hotelierkongress 2015 die größte Ausbildungs- und Innovationsoffensive im österreichischen Tourismus vorgestellt. Von der AK sind keine Aktivitäten bekannt, die zu mehr Beschäftigung oder höheren Löhnen führen.

Zeitgemäße Strukturen für Herausforderungen von morgen

Die AK, die Pichler repräsentiert, besetzt in jedem AMS Direktoriumsposten. Das ist unvereinbar und zeigt, wie wichtig die von der ÖHV geforderte Restrukturierung des AMS ist. "Für die Herausforderungen von heute und morgen brauchen wir sachliche Analysen. Klischees reichen nicht", untermauert Hoch die Forderung. Heute entstehen Arbeitsplätze in der Dienstleistung und in ganz neuen Unternehmensformen. Eine AMS-Struktur aus der Verstaatlichten-Ära kann dem nicht gerecht werden: "Da müssen die Branchen rein, die Arbeitsplätze schaffen, nicht die, hinter denen wir aufräumen und Sozialpläne erstellen müssen", so Hoch. Die ÖHV vertritt 1.300 Top-Betriebe mit 160.000 Betten. Sie repräsentieren rund 2/3 der 4-und 5-Sterne-Hotels in Österreich.

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