ÖHV fordert: Registrierkasse für AirBnB & Co!

Steuerreform

Wien (TP/OTS) - Die Steuerreform-Kommission sucht Geld? Online werden Milliarden Euro umgesetzt, ohne Steuern abzuführen - vor den Augen der Behörden. Die Politik ist gefordert, der systematischen Steuervermeidung nicht länger zuzusehen, anstatt, wie die AK, diese Frage bei einer 74-seitigen Studie auszuklammern.

Multinationale Konzerne unterwandern systematisch alle mitarbeiterintensiven Branchen und verdienen im großen Stil. "Das ist kein Wunder, das Geschäftsmodell ist Steuern minimieren. Was als Sharing verkauft wird, ist Shadow Economy im großen Stil. Die Politik schaut dabei zu", fordern Michaela Reitterer und Mag. Gregor Hoch, Präsidenten der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV), eine entschlossene Vorgangsweise gegen professionelle Steuervermeidung:
"Da liegt das Geld, das die Politik vermisst. Mit Registrierkassen erwischen wir ein paar kleine Fische. Schnappen wir uns die großen!"

Es geht um sehr viel Geld

Am besten funktionieren Modelle dort, wo Lohnnebenkosten und überschießende Regeln die Kosten für reguläre Angebote in die Höhe treiben. "Unsere Gewerbeordnung und unsere Steuerpolitik arbeiten denen in die Hand, die es sich in rechtlichen Grauzonen bequem machen. Da brauchen wir eine Kehrtwende", fordert Reitterer ein Umdenken. Wie viel Steuern hinterzogen werden, ist unklar: Die Daten werden verheimlicht. Klar ist, es geht um sehr viel Geld. Rachel Botsman, Kennerin des Marktes, schätzt das Potenzial auf rund 850 Milliarden (!!) Dollar.

AK: Auf einem Auge blind bei der Steuervermeidung?

Aus Hochs Sicht ergibt sich da ein klarer Auftrag für die Steuerreform-Kommission: "Wo die einen Steuereinnahmen suchen und die anderen systematisch Steuern vermeiden, ergibt sich eine logische Schnittmenge. Angenehmer Nebeneffekt: Wer die Shadow Economy besteuert, schützt Wettbewerb UND Sozialstaat." Die Arbeiterkammer Steiermark hat 2013 die "Ökonomie des Teilens" nur bruchstückhaft untersucht: Die Frage der Steuervermeidung wird auf 74 Seiten nur gestreift - und das von der AK. Wird da mit zweierlei Maßstab gemessen?

ÖHV - Die Interessenvertretung der österreichischen Hotellerie

Die ÖHV vertritt als unabhängige Interessenvertretung rund 1.300 Betriebe: ein Rekord. Mit rund 160.000 Betten haben ihre Mitglieder rund zwei Drittel der 4- und 5-Sterne-Betten Österreichs für ihre Gäste im Angebot. Pro Jahr erwirtschaften die ÖHV-Betriebe etwa 3 Mrd. Euro, alle Tourismus- und Freizeitbetriebe zusammen 15 % des Bruttoinlandsprodukts.

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