ÖHV: Steuererhöhung = Anschlag auf Urlaubsland Österreich

ÖGB jubelt: Steuerreform gescheitert, Arbeitsplätze gefährdet

Wien (TP/OTS) - ÖHV: Damit die Parteienförderung auf Rekordniveau gesichert wird, geht es Betriebsübergaben, Investitionen und Arbeitsplätzen an den Kragen. Der ÖGB freut sich darüber. Die ÖHV fordert einen Neustart im Standortdialog.

"Das ist weder eine Steuerreform noch eine Entlastung. Mehrwertsteuer auf Logis, KESt und Grunderwerbssteuer zu erhöhen und die Abschreibungsdauer zu verlängern sind eine ganze Reihe von Schlägen ins Gesicht der mittelständischen Wirtschaft. Das wird Arbeitsplätze kosten", kritisieren die Präsidenten der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV), Michaela Reitterer und Mag. Gregor Hoch. Statt zu sparen, die Wirtschaft zu entlasten, greift die Politik steuerzahlenden Betrieben tiefer in die Tasche. Dabei wäre es notwendig, den Faktor Arbeit nachhaltig zu entlasten.

Abgeordnete stimmen für Belastungen, um Parteien zu finanzieren

"Noch zum Jahreswechsel haben Schelling und Hundstorfer öffentlich erklärt, dass der Tourismus nicht von Steuererhöhung betroffen sein wird", erinnern Reitterer und Hoch an die Sonntagsreden der Politik. Nur für die höchste Parteienförderung der Welt ist trotz Krise und steigender Arbeitslosigkeit immer Geld da. "Die Politik sollte anfangen, bei sich zu sparen statt immer nur Steuern zu erhöhen", erinnern Reitterer und Hoch jene Abgeordnete, die immer lautstark Entlastungen fordern, dass sie so einer "Reform" nicht zustimmen können.

Fragwürdige Freude über Arbeitsplatzvernichtung

Anders in den Unternehmen: "Wenn sich der Staat in unseren Kassen bedient, müssen wir anderswo sparen", erklärt Hoch die Realität in den Betrieben. Unklar ist, warum sich ÖGB-Präsident Foglar freut, wenn durch die "Reform" Betriebsübergaben und Investitionen gefährdet werden - und damit Arbeitsplätze in Tourismus, Handel und Gewerbe.

Mittelstand muss mitentscheiden

"Nach der Steuerreform ist vor der Steuerreform. Da wurden Symptome bekämpft. An die Ursachen hat man sich nicht herangetraut", so Hoch. Die Belastungen werden ohne Ausgaben- und Strukturreform weiter steigen. "Der Standortdialog in der jetzigen Form ist genauso gescheitert wie die Reformkommission. Wir müssen uns da neu aufstellen", fordert Reitterer neues Denken und neue Player: "Über die Zukunft des Standorts müssen die mitentscheiden, die hier Arbeitsplätze schaffen und hier Steuern zahlen. Das ist der Mittelstand im Land."

Aktive Stimme der Wirtschaft

Pro Jahr erwirtschaftet die Tourismus- und Freizeitwirtschaft 15 % des BIP. Von ihren Investitionen und Gästeausgaben leben ganze Regionen: Das sollte die Politik bedenken. Die ÖHV vertritt 1.300 Betriebe mit mehr als 40.000 Mitarbeitern und 160.000 Betten. Das sind rund 2/3 der 4- und 5-Sterne-Betten Österreichs.

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