Hotellerie zu Regierungsklausur: Keine Unterstützung der Wirtschaft möglich

Wien (TP/OTS) - ÖHV: Die ÖHV fordert ein geschlossenes Auftreten der Interessenvertreter der Wirtschaft, wenn die Regierung die Politik gegen Arbeitsplätze fortsetzt.

Für ein Bonus-Malus-System, das nichts bringt als Mehrkosten und keinen Arbeitsplatz schafft außer in der Bürokratie, kann es von Seiten der Wirtschaft nach den Belastungen der letzten Woche keine Zustimmung geben. Und es ist auch nicht im Interesse der Wirtschaft, wenn Einsparungen durch die Senkung des FLAF-Beitrags durch Mehrkosten für unausgegorene Bonus-Malus-Systeme zunichte gemacht werden. Das ist nicht im Interesse von Standort und Arbeitsmarkt. "Dagegen muss die Wirtschaft geschlossen auftreten. Wer solchen Belastungen zustimmt, macht sich mitschuldig an Bürokratisierung und Belastung", erklären Michaela Reitterer und Mag. Gregor Hoch, die Präsidenten der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV).

Keine Zustimmung der Wirtschaft auf Kosten der Hotellerie!

Das Hochsteuerland Österreich braucht nichts dringender als Entlastungen auf breiter Basis, die Lohnnebenkostensenkung für alle statt 200 Mio. Euro schwere exklusive Subventionsprogramme für wenige Betriebe auf Kosten Dritter. Denn so viel kostet die Hotels die MwSt-Erhöhung zumindest. Sie finanzieren also börsennotierten Konzernen eine Steuerbegünstigung für deren Mitarbeiterbeteiligungs-Modelle und höhere Forschungsprämien. Dadurch könnte der Eindruck entstehen, die Regierung wolle mit dem Geld der Hotellerie die Zustimmung von Industrie und Kammerspitze kaufen. Das darf unter keinen Umständen geschehen. "Unternehmer, die hier Arbeitsplätze schaffen und Steuern zahlen, könnten nicht mehr darauf vertrauen, dass ihre Interessen vertreten werden. Aus der Wirtschaft kann es für diesen Kurs keine Rückendeckung geben. Die Wirtschaft muss mit einer Stimme sprechen - und die muss ganz klar gegen neue Belastungen und gegen Quersubventionen Stellung beziehen. Alles andere wäre nicht nur ein falsches Signal, sondern Beihilfe zur Belastung", so Hoch. Aus dem Tourismus gibt es dafür keine Unterstützung: Die ÖHV und die Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft standen geschlossen gegen neue Belastungen auf.

Diskussion im Plenum: Abgeordnete sollen Farbe bekennen

Wenn die Regierung beschließt, dass die Arbeitgeber im Tourismus draufzahlen sollen, ist der Nationalrat gefordert: "Wir appellieren an Herz, Hirn und Rückgrat der Parlamentarier: Retten Sie Arbeitsplätze! Sichern Sie Wertschöpfung im Land", fordern Hoch und Reitterer. Die Belastungen müssen im Plenum diskutiert werden, vor den Augen der Öffentlichkeit. Das würde sofort zeigen, welche Abgeordneten sachliche Kritik offen aussprechen und wer Belastungen schönredet.

Standortstrategie neu denken

Das Scheitern des Standortdialogs ist dokumentiert: Belastungen und Schulden steigen, Arbeitsplätze und Wirtschaftswachstum gehen verloren, Reformen werden verwässert, elementare Forderungen wie die Lohnnebenkostensenkung werden verschleppt. In einen Standortdialog müssen die eingebunden werden, die im Land Arbeitsplätze schaffen und Steuern zahlen. Warum das bisher nicht geschah, ist unklar. Die Forderung nach einer grundlegenden Reform des Standortdialogs wird von 5.000 Unternehmen mit 17.000 Standorten, mehr als 250.000 Mitarbeitern und mehr als 32 Mrd. Euro Umsatz pro Jahr getragen. Vertreten werden diese Betriebe von den Freien Arbeitgeberverbänden ÖHV, Gewerbeverein, Handelsverband, Reisebüroverband, Austrian Council of Shopping Centers und Land&Forst Betriebe Österreich. Ihre Mitglieder schaffen hier, in Österreich, Arbeitsplätze und zahlen hier, in Österreich, Steuern. Den 6-Punkte-Plan der Freien Arbeitgeberverbände finden Sie hier zum Download.
(http://www.tourismuspresse.at/redirect/oehv159)

Weitere Pressemeldungen und Bildmaterial finden Sie unter www.oehv.at/presse

Rückfragen & Kontakt:

Martin Stanits
Public Affairs & Research
Tel.: +43 (0)1 533 09 52 20
E-Mail: presse@oehv.at
www.oehv.at

TP-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.TOURISMUSPRESSE.AT | T150003