Top-Talente der Österreichischen Tourismus-Forschung ausgezeichnet

Österreichische Gesellschaft für Angewandte Forschung in der Tourismus- und Freizeitwirtschaft (ÖGAF) vergab den Tourismus-Forschungspreis 2015 in Salzburg

Wien (TP/OTS) - Donnerstag Abend, am 16. April 2015, ging das Finale des Österreichischen Tourismus-Forschungspreises "Tourissimus" in der FH Salzburg über die Bühne. 28 Finalisten aus elf Institutionen stellten sich einer hochkarätigen Fachjury, um die mit insgesamt über 7.000 Euro dotierten Forscherpreise zu erringen. Siegreich in der Kategorie "Nachhaltigkeit" war Kim Boes von der FH Salzburg, die Kategorie "Städte und Destinationen" gewann Julia Lotter vom IMC Krems, den Preis für Tourismuswirtschaft konnte Judith Obermair, ebenfalls IMC Krems, für sich entscheiden. Als beste Ausbildungsinstitution wurde das IMC Krems vor der FH Salzburg prämiert.

Im Rahmen von drei Hearings in den Bereichen "Theorie und Methode, Ergebnisse und Praxisrelevanz" sowie in den Kategorien präsentierten die 24 Kandidatinnen und 4 Kandidaten ihre Arbeiten den Jurorinnen und Juroren aus Theorie und Praxis. "Die hohe Qualität der präsentierten Abschlussarbeiten und die exzellenten Präsentationen in den Hearings machten uns die Entscheidung wirklich schwer", waren sich die sieben Jury-Teams einig. Die endgültige Entscheidung über die Sieger lag beim per Online-Votum beim Publikum. Die Abschlussveranstaltung bot allen Interessierten einen Einblick in preisgekrönte Abschlussarbeiten und Manfred Kohl zeigte spannende Perspektiven zum Thema "Innovationen im Tourismus" auf.

In der Kategorie "TUI-Nachhaltigkeitspreis" konnte Kim Boes, Absolventin der FH Salzburg, sich im "Duell der Hausherrinnen" beim Online-Voting gegen ihre Kollegin Agnes Kraushofer durchsetzen. In ihrer Arbeit beschäftigte sich Boes mit dem Thema "The cultural heritage experience of visually impaired tourists: An Insight beyond sight". In ihrer Präsentation richtete sie einen Appell an die Gäste, sensibler mit sehbehinderten Touristen umzugehen. Auch die Zweitplatzierte plädierte in ihrer Präsentation zum Thema "Accessibility from a Service Provider's Perspective" für mehr Aufmerksamkeit. "Das Ziel des TUI Nachhaltigkeitspreises, einen Anreiz für Forschungsarbeiten zu diesem Themenbereich zu schaffen und Nachhaltigkeit im Tourismus auch im universitären Bereich stärker zu verankern, ist mehr als gelungen. Die Qualität der wissenschaftlichen Arbeiten haben die hohen Erwartungen aus dem Vorjahr sogar übertroffen", freute sich Josef Peterleithner von TUI Österreich.

Den WienTourismus-Preis für Städte und Destinationen gewann Julia Lotter von der IMC Krems. Sie setzte sich im Publikumsvoting mit ihrer Arbeit zum Thema "Emotional Aspects of the Destination Choice Behaviour - a Perspective of Young Austrians travelling to London" gegen Leonie Thiekötter vom MCI durch, welche "Kriterien für die Entwicklung von Messekonzepten unter Berücksichtigung standortspezifischer Gegebenheiten" untersuchte.

"Der Tourissimus unterstreicht eindrucksvoll, dass es in Österreich nicht an Nachwuchs in der Tourismusforschung fehlt. Und dieser ist auch notwendig, denn es bedarf "SMARTer" Köpfe und Lösungen in Wissenschaft wie Praxis, um als Tourismusland nachhaltig wettbewerbsfähig zu bleiben." zeigte sich Clemens Költringer von WienTourismus von den Finalisten überzeugt.

Als Siegerin des "Tourismusbank-Preises für Tourismuswirtschaft" ging Judith Obermair vom IMC Krems hervor. Ihre Arbeit "The influence of the Downaging effect on present and future tourism products" überzeugte Publikum und Jury. Der zweite Rang ging an Anna Ganthaler von der FH Salzburg, die sich mit "Academic Conference and Event Tourism" auseinandersetzte.

"Dass die prämierten Arbeiten die aktuellen Herausforderungen unserer Branche auf wissenschaftlicher Basis analysieren und abhandeln und damit die Brücke zwischen Theorie und Praxis schlagen, sehen wir als einen wichtigen Beitrag zur Zukunftssicherung der Tourismus- und Freizeitwirtschaft", erläuterte Wolfgang Kleemann von der TourismusBank. Erstmals in der Geschichte des Preises wurden auch die Institutionen ausgezeichnet, deren Studierende im Durchschnitt die besten Leistungen beim "Tourissimus" erzielen konnten. Die IMC Krems konnte sich hier vor der FH Salzburg durchsetzen.

Petra Nocker-Schwarzenbacher, Präsidentin der ÖGAF, zeigt sich erfreut über das große Engagement der Juroren und Finalisten und den positiven Verlauf der Veranstaltung: "Die Leistung aller Finalisten hat das hohe Niveau der touristischen Nachwuchsforscher gezeigt. Die Talente die hier nachrücken sind garantiert eine Bereicherung für unsere Branche."

Die Preisträger im Überblick: Kategorie "Nachhaltigkeit"

1. Platz: Kim Boes, MA (FH Salzburg) | The cultural heritage experience of visually impaired tourists: An Insight beyond sight
2. Platz: Agnes Kraushofer, MA (FH Salzburg) | Accessibility from a Service Provider's Perspective
3. Platz: Stefanie Geiger, BA (MCI) | Auswirkungen der Tourismusentwicklung einer Destination auf die Lebensqualität der einheimischen Bevölkerung
4. Platz: Lisa-Maria Loike, BA (FHWien) | Umweltmanagement und Nachhaltigkeit in der Wiener Kettenhotellerie am Beispiel des Imperial Riding School Renaissance Vienna Hotels

Kategorie "Städte & Destinationen"

1. Platz - Euro 1.000: Julia Lotter, BA (IMC Krems) | Emotional Aspects of the Destination Choice Behaviour - a Perspective of Young Austrians travelling to London
2. Platz - Euro 900: Leonie Thiekötter, MA (MCI) | Kriterien für die Entwicklung von Messekonzepten unter Berücksichtigung standortspezifischer Gegebenheiten
3. Platz Euro 300: Andrea Ettinger, MSc (WU) BA Bakk.rer.soc.oec. (WU Wien) | Austria's Destination Image and Destination Personality 4. Platz Euro 200: Magdalena Putz, BA (FHWien) | Alle Wege führen zum Dom?!? Eine Beobachtung und Analyse der Touristinnen/Touristen in der Wiener Innenstadt.

Kategorie "Tourismuswirtschaft"

1. Platz: Judith Obermair, BA (IMC Krems) | The influence of the Downaging effect on present and future tourism products
2. Platz: Anna Ganthaler, BA (FH Salzburg) | Academic Conference and Event Tourism
3. Platz: Nicole Jansa (FH Kärnten) | Geschäftsmodellentwicklung für ein gesundheitsorientiertes Gastronomie-Konzept in Villach
4. Platz: Bernhard Semmler, BA (IMC Krems) | Analyzing the cruise customer journey in order to enhance the customer experience - a research study conducted for aida cruises / department myAIDA und Julia Strasser, MA (FHWien)
Die Rolle der Betriebsbewertung im Rahmen des Übergabeprozesses

Die 1972 gegründete Österreichische Gesellschaft für angewandte Forschung in der Tourismus- und Freizeitwirtschaft (ÖGAF) ist ein unabhängiger und überparteilicher Verein mit Sitz in Wien, der sich dem Wissenstransfer zwischen Tourismus-/Freizeitforschung und Tourismuspraxis verschrieben hat. Durch umfassende Mitglieder-Services wie den ÖGAF-Tourismus-Newsletter, die Expertengespräche oder umfangreiche Schriftenreihen informiert die ÖGAF über neue Trends, Publikationen sowie Konferenzen und liefert aktuelle News aus der Tourismus-Branche. Zu den Mitgliedern zählen unter anderem zahlreiche österreichische Bildungseinrichtungen (Schulen, Universitäten, Fachhochschulen), touristische Unternehmen, regionale und nationale Tourismusverbände und Destinationsmarketingorganisationen, Forschungseinrichtungen, Tourismus-Medien, NGOs, die Wirtschaftskammer sowie Privatpersonen.

Weitere Informationen und Fotos der Veranstaltung: www.oegaf.org

Rückfragen & Kontakt:

ÖGAF - Österreichische Gesellschaft für Angewandte Forschung in der Tourismus- und Freizeitwirtschaft
Mira Oberkofler, BSc
Tel. 01 313 36 4581
Mail: mira.oberkofler@wu.ac.at
www.oegaf.org

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