Belastungsplafond erreicht, Unverständnis für die Politik

Steuerreform - der Hotellerie reicht’s!

Vorarlberg (TP/OTS) - ÖHV: Brandheißes Thema, brandheiße Stimmung. Hoteliers aus Vorarlberg, Tirol und Salzburg machten beim ÖHV-hotel.dialog ihrem Unmut über die Steuerreform gehörig Luft.

"Der Tourismus wird so ‚gemolken‘ wie keine andere Branche", zieht Mag. Gregor Hoch, Präsident der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV), Resümee über das "größte Tourismusbelastungspaket der Zweiten Republik". Gemeinsam mit Steuerberater Andreas Fetz informierte er über dessen Auswirkungen auf Betriebe und Branche.

MwSt-Erhöhung: 218 Mio. Euro Mehrbelastungen

Den größten Ärger der Hoteliers ruft die entgegen aller früheren Beteuerungen geplante Mehrwertsteuererhöhung auf 13 % hervor: Für die Hotellerie bedeutet das eine Mehrbelastung von rund 218 Mio. Euro, wie Hoch vorrechnete. Das Ganze in einem Umfeld, in dem marktbedingt von Preissteigerungen keine Rede sein kann und internationale Mitbewerber von deutlich niedrigeren Sätzen profitieren. Ein weiteres Alarmzeichen sind Prognosen der Tourismusbank ÖHT: Durch die neuen Belastung werden nur mehr 10 bis 20 % der Tourismusbetriebe positiv bilanzieren.

Versteckte Steuer auf Betriebsnachfolge

Der zweite Brocken: Die Anpassung der Grunderwerbssteuer wird im Übergabefall zu einem echten Problem. Eine Bemessung an dem Verkehrswert bildet nicht die betriebswirtschaftliche Realität der Betriebe ab. Die Berechnung des Verkehrswertes ähnelt Kaffeesudlesen, so Steuerberater Andreas Fetz.

Branche bleibt mobilisiert

Von Aufgeben ist bei den Hoteliers noch lange nicht die Rede: "Wir müssen der Politik vorrechnen, zu welchen volkswirtschaftlichen Auswirkungen es kommen wird", appelliert Hoch. "Betriebe werden ruiniert, Arbeitsplätze gehen verloren!" Entschärfende Lösungen sollen erreicht werden, der ÖHV-Präsident legte schon Vorschläge auf den Tisch: "Wir schlagen eine Trennung der Besteuerung von Logis und Speisen vor." Für Betriebsübergaben innerhalb der Familie plädiert Hoch für die Beibehaltung der aktuellen Regelung. Auf jeden Fall wolle man der Politik die Rechnung für die Belastungen bei den nächsten Wahlen präsentieren. Pikantes Detail am Rande: Von den eingeladenen Vertretern der Politik stellte sich keiner der Diskussion - man war verhindert.

Bild ((C) ÖHV): v.l.n.r.
Fried-Joachim Störmer (ÖHV-Beirat, Hotelier aus dem Kleinwalsertal), Mag. Gregor Hoch (ÖHV-Präsident), Steuerberater Mag. Andreas Fetz (Prodinger, Fetz & Partner Steuerberatungs GmbH & Co KG)

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