Entbürokratisierung ernstnehmen: Betriebe sollen sich auf Kerngeschäft konzentrieren!

ÖHV: Mittelstand entlasten heißt Standort stärken

Wien (TP/OTS) - Die Entbürokratisierungs-Offensive wird die Mehrbelastungen durch die Steuerreform nicht wettmachen können. Trotzdem müssen den Schlagworten endlich Taten folgen, fordert ÖHV-Präsidentin Michaela Reitterer.

"Von Entbürokratisierung wurde schon viel geredet. Von der Umsetzung merken wir nicht viel", bedauert Michaela Reitterer, Präsidentin der Österreichischen Hoteliervereinigung, aus dem Alltag vieler Unternehmer. So wurde ihr vorgeschrieben, dass Mitarbeiter beim Anschließen von Behältern mit biologischem Spülmittel Atemschutzmasken und Schutzbrillen tragen müssen. Eine andere Behörde hat die kostspielige Entfernung und Entsorgung einer maßgefertigten Fluchtweg-Leiter angeordnet. Dann war davon die Rede, dass sie wieder installiert werden soll - mit der lapidaren Begründung, dass die zuständige Person ihre Meinung vielleicht geändert hat. Kosten: ein mittlerer fünfstelliger Euro-Betrag. "Verlorenes Geld, verlorene Zeit, verlorene Energie. Und der Behörde ist es ganz egal", resümiert Reitterer.

Gewerbeordnung: Erste Nagelprobe für Entbürokratisierungsoffensive

Viel Reformpotential ortet sie daher bei der Gewerbeordnung. So benötigen Hotels mit All-Inclusive-Angeboten wegen der Änderung einer EU-Richtlinie künftig Gewerbescheine für Reisebüros - auch wenn sich in ihrem Geschäft nichts ändert. Hier könnte der Bund den Hotels rasch, durch Änderungen bei den Nebenrechten, den Mehraufwand ersparen: "Das wird zur Bewährungsprobe: Räumt die Regierung die Missstände aus oder zeigt sie sich nach Beamten-Manier unzuständig", so Reitterer.

Breite Front als Speerspitze gegen Bürokratie

Die ÖHV-Präsidentin setzt sich auch in der "Initiative Mittelstand" mit namhaften Mitstreitern für Bürokratieabbau ein. Verstärkt wurde sie durch die Rechtsanwaltskammer und die Notariatskammer. Den Fokus will Reitterer auf Mitarbeiterverrechnung und Betriebsanlagengenehmigungen legen. "Gerade Hotels sind extrem mitarbeiterintensiv und investieren so viel. Der Aufwand dafür ist viel zu hoch. Der muss runter", fordert Reitterer eine Einhebungsbehörde und ein Abgabenkonto je Unternehmen. Mit 1.300 Qualitätsbetrieben in ganz Österreich verzeichnet die ÖHV einen Mitgliederrekord. Mit 160.000 Betten repräsentieren diese 2/3 der 4-und 5-Sterne-Hotels. 40.000 Mitarbeiter und 700 Mio. Euro Investitionsvolumen veranschaulichen, wie wichtig der Bürokratieabbau bei Mitarbeiterverrechnung und Betriebsanlagengenehmigungen für KMU ist.

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