Mehr Nächtigungen, Arbeitsplätze & Investitionen: ÖHV-Impulsprogramm statt Belastungspaket

Wien (TP/OTS) - Der Tourismusausschuss im Nationalrat berät über Wege aus der Sackgasse "Steuerreform". Die ÖHV präsentiert einen Kompromiss, mit dem alle ihr Gesicht wahren. Der Standort Österreich würde profitieren.

200 Mio. Euro soll die höhere Mehrwertsteuer im Tourismus bringen:
Peanuts bei 5 Mrd. Euro Steuerreform-Volumen und einem BIP von 329 Mrd. Euro. Doch 3.000 Arbeitsplätze in Tourismusregionen hängen davon ab, ob die Regierungsparteien Belastungen durchziehen, die nicht im Regierungsprogramm stehen. Die Landeshauptmänner von Tirol, Vorarlberg und Salzburg sind dagegen, die Wähler strafen den Kurs ab, die Opposition wehrt sich. Kein Abgeordneter, keine Partei würde es aushalten, in der Krise offen für Belastungen stimmen, die Arbeitsplätze kosten.

Gegenvorschlag: Impulsprogramm statt Belastungspaket

Am 10. Juni geht die Diskussion im Tourismusausschuss des Nationalrats weiter. Kann die verfahrene Situation dort aufgelöst werden? Die Österreichische Hoteliervereinigung (ÖHV) bringt mit einem Vorschlag neuen Schwung in die verfahrene Diskussion: Statt die Mehrwertsteuer zu erhöhen, soll pro Nächtigung 1 Euro in Österreich Werbung bzw. Österreichische Hotel- und Tourismusbank fließen: "Mit mehr Werbung und besserer Angebotsqualität lassen sich höhere Preise durchsetzen", erklären die ÖHV-Präsidenten Michaela Reitterer und Mag. Gregor Hoch.

Zurück zur Vernunft: Sachargumente gelten lassen

"Wir müssen zurück zu einer Diskussionskultur, in der Argumente mehr zählen als ein symbolischer Vermögenssteuer-Ersatz", verweisen die Branchenvertreter auf eine Studie der renommierten Wirtschaftsforscherin MMag. Agnes Streissler-Führer: Die Expertin setzt die zusätzlichen Einnahmen mit 177 Mio. Euro an, den volkswirtschaftlichen Schaden mit 200 Mio. Euro und die verlorenen Arbeitsplätze mit mehr als 3.000. Die Steuerreform gerät zur "Bagatellsteuerreform", warnt Hoch: "Der Schaden übersteigt den Nutzen", verweist er auf unvermeidliche Nachfragerückgänge und Kosten für mehr Arbeitslose.

Zwt.: Win-win-Automatik statt realer Verlust fürs ÖW-Budget

Steigt die Mehrwertsteuer, verschärft sich der Trend der vergangenen Jahre: Nächtigungszunahmen auf Kosten sinkender Preise und das Budget der Österreich Werbung bleibt nominell auf dem Niveau von 1999, real ein Drittel darunter. "Reißen wir das Ruder herum. Wir brauchen ein höheres Werbemittel sofort und eine Wertsicherung, die mit der Konkurrenz Schritt hält", schlägt Reitterer eine Win-win-Automatik vor: Mit jeder zusätzlichen Nächtigung fließt ein Euro mehr ins Förder- und Werbe-Budget.

Dort werben, wo man Spielraum bei den Preisen hat

Wie wichtig internationale Tourismuswerbung ist, zeigt Reitterer anhand eines Vergleichs auf: "Ein Industriekonzern spricht international 100 Kunden an, ein mittelständisches Hotel 10.000, die Österreich Werbung 40 Millionen", erklärt Reitterer. Preissteigerungen seien angesichts der steigenden Steuern und Lohnnebenkosten unter den Regierungen Faymann 1 und 2 dringend nötig, aber nur auf Fernmärkten durchsetzen: "Da hat man etwas Spielraum, im Euro-Raum geht er gegen null."

Leistungsträger KMU

Der Großteil der 1.300 ÖHV-Mitglieder sind Familienbetriebe. Mit 160.000 Betten repräsentieren sie rund 2/3 der 4- und 5-Sterne-Hotels in Österreich. Wenn die nächste Generation sie nicht übernimmt, bricht der wirtschaftliche Kreislauf in der Region zusammen - mit unweigerlichen Arbeitsplatzverlusten in Werbung, Verkehr, Handel, Gastronomie, Gewerbe, Sport-, Kultur- und Freizeitbetrieben sowie den Gemeinden.

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