Jugendkultur und Stadt

Städtischer Raum für junge BürgerInnen

Salzburg (TP/OTS) - Der Stadtmarketing Austria Praxistag am 11. Juni 2015 in St. Johann in Tirol setzte sich mit der Fragestellung auseinander, wie es gelingen kann, Jugendliche an der Stadtentwicklung und -gestaltung zu beteiligen. Im Zuge eines Workshops wurde 15 interessierten CitymanagerInnen die Methode der "Stadtoasen", ein Instrument zur Aktivierung junger Bürger und Bürgerinnen, vorgestellt.

Bayerisches Vorzeigeprojekt

Stadtoasen entstanden in den letzten Jahren in vielen Städten Bayerns. Mit eigenem Budget und unter fachlicher Anleitung gestalten Jugendliche temporär Stadtplätze, Grünflächen oder Brachen und bespielen diese mit kulturellen Aktionen. So entstehen neue Erlebnisräume, urbane Gärten, Treffpunkte für nachbarschaftliches Engagement und neue Impulse für die Stadtplanung. Dabei überprüfen die Jugendlichen als Raumpioniere städtische Konzepte, testen Potentiale von Stadträumen, entwerfen Stadtteilmodelle, entwickeln eigene Nutzungsszenarien und thematisieren Fragestellungen der Stadtentwicklung.

Raum für Talententfaltung

Der Architekt Jan Weber-Ebnet und Helen Georg, Stadtoasenmacherin und Veranstaltungskauffrau, präsentierten ihre vielfältigen Erfahrungen in der Umsetzung von Stadtoasen. Fragt man Jugendliche nach ihren Vorstellungen von attraktivem öffentlichem Raum, so wird oft "Raum zum Chillen" gewünscht. Dahinter steckt jedoch in vielen Fällen das Bedürfnis nach Freiräumen für kulturelle Aktivitäten, wie Kino, Graffiti oder Raum zum Musizieren. Zum Bau von dazu notwendigem Stadtmobiliar werden z.B. Leih- und Recyclingmaterialien wie Bauzäune, Bierkisten, Paletten, Autoreifen, Dachlatten oder Malerfolien verwendet. Auch das Einbeziehen von Vereinen und Interessensgruppen ist in diesem Zusammenhang sinnvoll.

Identifikation mit der Stadt

Die Aktivitäten werden teils im schulischen aber auch im außerschulischen Kontext umgesetzt. Wesentlich ist, dass sich Jugendliche dabei als aktive Nutzer der Städte wahrnehmen und spüren, dass sie gemeinsam etwas schaffen und bewirken können. Die öffentlich sichtbaren Projekte im Stadtraum tragen letztendlich dazu bei, dass sich die jungen BürgerInnen stärker mit der Stadt identifizieren und sich als Teil der Stadtgesellschaft wahrnehmen.

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