Frankreich macht neue Standards im Online-Vertrieb zum Gesetz

Markttest: Neue booking.com-AGBs unter der Lupe

Wien (TP/OTS) - Ein revolutionäres Gesetz gibt Frankreichs Hotels ihre unternehmerische Freiheit zurück. ÖHV und Fachverband Hotellerie gratulieren und untersuchen gemeinsam mit der Bundeswettbewerbsbehörde die AGBs des Marktführers booking.com.

Frankreich verbietet als erstes europäisches Land Bestpreis-Klauseln per Gesetz und regelt den Online-Markt komplett neu: "Revolutionen sind in Frankreich gelebte Tradition: Das zeigt der beispielgebende Beschluss der Nationalversammlung. Das ist der erste wichtige Schritt zur Wiedererlangung der unternehmerischen Freiheit in Europa. Es war nicht der letzte", freuen sich Dr. Markus Gratzer, Generalsekretär der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV), und Siegfried Egger, Obmann des Fachverbandes Hotellerie in der Wirtschaftskammer Österreich (WKO).

ÖHV und Fachverband befragen alle Hotels in Österreich

Auch der österreichische Online-Markt ist im Umbruch: Die ÖHV und der Fachverband befragen gemeinsam mit der Bundeswettbewerbsbehörde alle Hotels im Land zu ihren Erfahrungen und ihrer Einschätzung der neuen AGBs von booking.com. Haben Hotels den Fragebogen nicht via Newsletter bekommen, reicht ein Email an office@oehv.at oder hotels@wko.at: Sie erhalten umgehend den Link zum Markttest. Erwartet werden aussagekräftige Ergebnisse als Grundlage für die weitere Vorgangsweise.

ÖHV will Gesetz für Österreich, Frankreich ist Benchmark

Das Ziel müsse eine gesetzliche Regelung sein, warnt Gratzer mit Blick auf Frankreich vor einem "Europa der zwei Geschwindigkeiten" und verweist auf das Steuerrecht: Da nutzen multinationale Konzerne jeden Spielraum, den ihnen unterschiedliche nationale Standards bieten. KMU können das nicht. Ähnlich wäre es bei unterschiedlichen Standards im Online-Vertrieb. Daher sei es Zeit für ein Gesetz zum Online-Vertrieb in Österreich, das sich am französischen Vorbild orientiert: "Gesetze bieten die höchste Sicherheit, dass marktbeherrschende Strukturen nicht ausgenutzt werden können. Und die Benchmark für so ein Gesetz setzt Frankreich", so Gratzer.

Der Fachverband Hotellerie begrüßt, dass die Bundeswettbewerbsbehörde aktiv wird. Egger bekräftigt: "Wir brauchen in Österreich Wettbewerbsbedingungen, die der unternehmerischen Verantwortung Rechnung tragen. Fair-Play ist für alle notwendig: für den Gast, für den Hotelier, aber auch für die Buchungsplattformen. Ein kannibalisierter Markt hilft niemandem."

Österreichische Hoteliervereinigung

Die ÖHV vertritt mehr als 1.300 Top-Hotels mit 160.000 Betten. Diese repräsentieren rund 2/3 der 4- und 5-Sterne-Hotels in Österreich. Die mitarbeiterintensiven Hotels der Top-Kategorien decken mit 47,6 Millionen Nächtigungen rund 36 % der Übernachtungen in der österreichischen Hotellerie ab und beherbergen 41,3 % der internationalen Gäste.

Fachverband Hotellerie

Der Fachverband Hotellerie in der Wirtschaftskammer Österreich vertritt 17.000 Beherbergungsbetriebe mit 1,05 Millionen Betten. Mit knapp 37 Millionen Ankünften und 133 Millionen Nächtigungen leistet die heimische Hotellerie einen wesentlichen Beitrag zur direkten und indirekten Wertschöpfung der Tourismus- und Freizeitwirtschaft in der Höhe von rund 46,5 Milliarden Euro. Das sind 14,8 Prozent des BIP.

Weitere Pressemeldungen und Bildmaterial finden Sie unter www.oehv.at/presse

Rückfragen & Kontakt:

Martin Stanits
Public Affairs & Research
ÖHV
Tel.: +43 1 533 09 52 20
E-Mail: presse@oehv.at
www.oehv.at

Mag. Matthias Koch
Geschäftsführer
Fachverband Hotellerie
Tel.: +43 590 900 3554
E-Mail: hotels@wko.at
www.hotelverband.at

TP-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.TOURISMUSPRESSE.AT | T150002