Ratenparität gesetzlich verboten: Französische Hotellerie auf der Überholspur

Wien (TP/OTS) - ÖHV: Die französische Nationalversammlung gibt ihren Hotels die volle Freiheit über die Preisgestaltung zurück. Österreichs Hotellerie will dem Beispiel folgen.

So eindeutig die Entscheidung der französischen Wettbewerbsbehörde Autorité de la Concurrence im April ausgefallen war, so kritisch wurde sie von der Hotellerie betrachtet: Den Hotels sollten, so der Entscheid, ihre Preise überall selbst bestimmen können - ausgerechnet online auf der eigenen Website, dem wichtigsten Vertriebskanal, aber nicht. Nun wurde dieser Entscheid von der französischen Nationalversammlung over-ruled. Sie hat die Ratenparität ausdrücklich verboten: ein Meilenstein im europäischen Wettbewerbsrecht. Frankreichs Hotellerie hat damit einen Vorsprung gegenüber allen anderen.

Zeitgemäßes Wettbewerbsrecht

Dr. Markus Gratzer, Generalsekretär der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV), sieht darin einen logischen Schritt. Andere europäische Märkte werden dem Beispiel folgen. Die Portale booking.com und Expedia reagieren bereits auf den Druck der europäischen Wettbewerbsbehörden und haben ihre AGBs angepasst. Der Branche reichen die - minimalen - Zugeständnisse aber nicht. In Österreich müssten Politik und Wirtschaft rasch und gemeinsam Fakten schaffen, so Gratzer: "Wir brauchen einen Dialog zwischen der Branche und der Gesetzgebung. Ein zeitgemäßes Wettbewerbsrecht kostet ja faktisch nichts. Im Gegenzug würde die dynamische Preisgestaltung aber sehr viel mehr Wertschöpfung ermöglichen - eine klassische Win-win-Situation."

Top-Hotellerie: stark betroffen

Besonders stark treffen die Spielregeln im Online-Business die Top-Hotellerie. Sowohl der Anteil des Online-Geschäfts liegt dort deutlich höher als auch der Anteil der internationalen Gäste. Die ÖHV vertritt mehr als 1.300 Top-Hotels mit 160.000 Betten. Diese repräsentieren rund 2/3 der 4- und 5-Sterne-Hotels in Österreich. Sie decken mit 47,6 Mio. Nächtigungen rund 36 % der Übernachtungen in der österreichischen Hotellerie ab und beherbergen 41,3 % der internationalen Gäste.

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