ÖHV: IHS-Studie im Auftrag des BMASK weist nach: Bonus-Malus-System im Tourismus nicht notwendig!

Obwohl im Tourismus neue Arbeitsplätze entstehen und die Altersarbeitslosigkeit niedriger ist als in anderen Branchen, stellt die Arbeiterkammer die Branche an den Pranger.

Wien (TP/OTS) - "Arbeitgeber im Tourismus schaffen neue Arbeitsplätze über alle Altersgruppen. Die Interpretation des AK-Präsidenten zur Altersarbeitslosigkeit ist da nur schwer nachvollziehbar", erklärt Dr. Markus Gratzer, Generalsekretär der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV). Es wäre angebracht, neue Wachstumsimpulse und Entlastungen der Lohnnebenkosten zu fordern. Anstatt Branchen und Generationen gegeneinander auszuspielen, um politisches Kleingeld zu wechseln. Gerade mitarbeiterintensive Brachen müssen nachhaltig entlastet, neue Konzepte angedacht werden.

IHS-Studie im Auftrag des BMASK belegt: Vorwürfe der AK sind falsch

Kaske stellte in einer Aussendung Branchen an den Pranger, in denen "die Älterenarbeitslosigkeit besonders hoch" ist, als erstes "Gastgewerbe, Beherbergungswesen oder Baubereich". Er verweist auf eine Studie des IHS im Auftrag des Sozialministeriums - allerdings mit sehr einseitiger Interpretation:

• Beherbergung und Gastronomie haben laut Studie nicht einmal halb so viele Altersarbeitslose wie die unternehmensnahen Dienstleister: kein Wort dazu von Kaske.

• Zwei weitere Sparten, die Kaske nicht nennt, haben mehr Altersarbeitslose als Beherbergung und Gastronomie.

• In der Warenherstellung gibt es mehr Altersarbeitslose als in Beherbergung und Gastronomie zusammen.

• Deutlich weniger Altersarbeitslose als im Gastgewerbe gibt es nur im staatlichen Bereich wie Verwaltung, Unterricht bzw. Gesundheits-und Sozialberufe.

"Kein Grund also für Tourismus-Bashing!" Offen lässt die Studie, wie viele Personen über 50 in staatsnahen Unternehmen dank Sozialplänen mit Zustimmung der Gewerkschaften zu Hause sitzen.

Bonus-Malus-System im Tourismus nicht notwendig: Wird AK es trotzdem fordern?

Im Gastgewerbe liegt die Altersarbeitslosigkeit sogar unter der der 25- bis 49-Jährigen, trotz eines erwiesenermaßen hohen Anteils junger Beschäftigter in vielen Bereichen der Gastronomie. Ein Bonus-Malus-System ist daher für den Tourismus unnötig: "Die AK wird es trotzdem fordern und damit die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen weiter schwächen", ist Gratzer überzeugt. Doch das würde Arbeitsplätze im Tourismus kosten: "Das ist nicht im Interesse der AK-Mitglieder."

Tourismus vorbildlich

Die IHS-Studie im Auftrag des BMASK wAreist nach, dass die Arbeitgeber im Gastgewerbe vorbildlich agieren. "Die Tourismusunternehmer stellen immer mehr Ältere und auch immer mehr Jüngere ein. Sie tun, was das Bonus-Malus-System nicht kann: Sie erzeugen Nachfrage, sie verkaufen Leistung, sie schaffen Arbeitsplätze", erklärt Gratzer. Nachfrage zu forcieren und Exporte anzukurbeln sind das einzige Mittel, das nachhaltig Arbeitsplätze schafft, hält Gratzer fest: "Hätten alle Branchen Beschäftigungszuwächse wie der Tourismus, würde die Arbeitslosigkeit sinken".

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