ÖHV: BMWFW-Studie zu rechtlichen Do’s und Don’ts für Airbnb-Vermieter

Studie des Wirtschaftsministeriums zeigt rechtliches Korsett für private Kurzzeitvermietung auf. Nicht dass die Regeln neu wären, nur mit der Einhaltung hapert es ein bisschen!

Wien (TP/OTS) - "Wir begrüßen den kompakten Überblick der rechtlichen Rahmenbedingungen rund um die Vermietung auf diversen Sharing-Plattformen", erklärt Dr. Markus Gratzer, Generalsekretär der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV). Alleine in Wien gibt es nach Schätzung der ÖHV knapp 5.000 Anbieter auf Airbnb, die in Summe bereits über 500.000 Nächtigungen pro Jahr generieren, Tendenz steigend. Nur allzu oft wird hierbei allerdings im Graubereich agiert. "Anscheinend muss man es extra betonen - ja, auch wenn man kurzzeitig über Plattformen wie Airbnb und Co. vermietet muss man die Einnahmen versteuern, Reinigungshilfen anmelden und sozialversichern sowie die Vorschriften der Gewerbeordnung oder des Mietrechts beachten", streicht Gratzer hervor.

Do’s and Don’ts für private Kurzzeitvermietung

Für die Kurzzeitvermietung brauchen Wohnungseigentümer die Zustimmung der Miteigentümer an der Liegenschaft. Wer selbst Mieter ist, kann nur weitervermieten, wenn es vertraglich nicht ausgeschlossen wurde und dem Eigentümer kein Nachteil entsteht. Zusätzlich müssen Hosts Einkommens- und Umsatzsteuer abführen. Werden Leistungen wie Zimmer-und Wäschereinigung während des Aufenthaltes oder Verpflegung bzw. Rezeptionsdienste angeboten, so ist eine Gewerbeberechtigung für das reglementierte Gastgewerbe erforderlich. Ortstaxen werden grundsätzlich für Nächtigungen eingehoben, die nicht dem dauernden Wohnbedarf dienen. Tourismusabgaben oder Interessentenbeiträge sind jene Abgaben der vom Tourismus profitierenden Unternehmen. Beide Abgaben sind nach Bundesland unterschiedlich geregelt.

Die Studie kann man kostenlos unter www.bmwfw.gv.at oder www.oehv.at/studien downloaden.

Regeln müssen eingehalten werden

"Lange Rede, kurzer Sinn: Es gibt Regeln für Kurzzeitvermietung. Zwar fassen diese das Phänomen ‚Sharing Economy‘ nicht zur Gänze, deren Einhaltung ist aber ein erster wichtiger Schritt raus aus der Schattenwirtschaft", so Gratzer. Die ÖHV fordert Fairplay und vergleichbare Rahmenbedingungen für alle, Entfesselung der gewerblichen Beherbergung, Abbau von bürokratischen Hemmnissen und Überregulierungen. "Innovation entsteht nicht im Rahmen von Regulierung", unterstreicht der Interessenvertreter.

Österreichische Hoteliervereinigung Die ÖHV vertritt mehr als 1.300 Top-Hotels mit 160.000 Betten. Diese repräsentieren rund 2/3 der 4- und 5-Sterne-Hotels in Österreich. Die mitarbeiterintensiven Hotels der Top-Kategorien decken mit 47,6 Millionen Nächtigungen etwa 36 % der Übernachtungen in der österreichischen Hotellerie ab und beherbergen 41,3 % der internationalen Gäste.

Weitere Pressemeldungen und Bildmaterial unter www.oehv.at/presse

Rückfragen & Kontakt:

Martin Stanits
Leiter Public Affairs & Research
T: +43 1 533 09 52 20
presse@oehv.at
www.oehv.at

TP-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.TOURISMUSPRESSE.AT | T150002