ÖHV zu Katzian: Runter mit Lohnnebenkosten, statt Mindestlohn-Keule!

Wien (TP/OTS) - ÖHV: Mehr Netto vom Brutto für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter heißt Lohnnebenkosten senken. Faktor Arbeit muss nachhaltig entlastet werden - Potential gibt es genug.

"Herr Katzian, steigen sie bitte von ihrem gewerkschaftlichen Elfenbeinturm herunter und werfen sie einen Blick auf die wirtschaftliche Realität", kommentiert Michaela Reitterer, Präsidentin der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV), die jüngste ÖGB-Forderung nach einem Mindestlohn von 1.700 Euro. "Auch ich möchte, dass meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Ende des Tages mehr Geld im Börserl haben. Der Weg dorthin führt allerdings nicht über höhere Mindestlöhne", so Reitterer weiter. Das Gebot der Stunde: Runter mit den Lohnnebenkosten! Seit Jahren liegt Österreich mit einer Abgabenquote von 49,4 % auf Arbeit im Spitzenfeld der OECD-Staaten. Von einer nachhaltigen Entlastung würde nicht nur jeder einzelne Arbeitnehmer profitieren, sondern auch der Standort an sich - eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten.

Einsparungspotential: Mehr als zwei Mrd. Euro pro Jahr!

"Viele der vorgeschriebenen gesetzlichen Abgaben halten einer kritischen Betrachtung einfach nicht stand", verweist die Interessenvertreterin auf den langjährigen Missbrauch und die Zweckentfremdung der Beiträge sowie deren nicht zeitgemäße Gestaltung. Das Einsparungspotential beziffert Reitterer mit mehr als zwei Mrd. Euro pro Jahr:

  • Streichung der Wohnbauförderung: 844 Mio. Euro
  • Senkung des Unfallversicherungsbeitrags von 1,3 % auf 1,2 %: 94 Mio. Euro
  • Senkung Beitrag Familienlastenausgleichfonds von 4,5 % auf 3 %: 830 Mio. Euro
  • Senkung Insolvenzentgeldfonds-Beitrag von 0,45 % auf 0,25 %: 157 Mio. Euro
  • Senkung Krankenversicherungsbeitrag von 3,83 % auf 3,63 %: 142 Mio. Euro
  • Summe: 2.067 Mio Euro

Jeder, der die Forderung nach mehr Geld für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ernst meint, kann sich den Fakten nicht verschließen. "Zeigen sie es, das sie es ernst meinen Herr Katzian. Schließen sie sich unserer Forderung an, ihre Mitglieder werden es ihnen danken", so Reitterer.

Die Österreichische Hoteliervereinigung

Die ÖHV vertritt mehr als 1.300 Top-Hotels mit 160.000 Betten. Diese repräsentieren rund 2/3 der 4- und 5-Sterne-Hotels in Österreich. Sie decken mit 47,6 Mio. Nächtigungen in etwa 36 % der Übernachtungen in der österreichischen Hotellerie ab und beherbergen 41,3 % der internationalen Gäste.

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