ÖHV: Impulse für Arbeitsmarkt sind gefragt, Vereinfachungen forcieren und rasch umsetzen

Schwarzmalerei und verzerrte Darstellungen der Gewerkschaft gehen an der Branchenrealität vorbei. Entwicklung in der Top-Hotellerie: steigende Löhne und sinkende Arbeitszeit.

Wien (TP/OTS) - "Ich würde mir wünschen, dass die Mitarbeiterdebatte im Tourismus etwas differenzierter und vor allem faktenbasiert geführt wird", kommentiert Dr. Markus Gratzer, Generalsekretär der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV), die Äußerungen von vida Vorsitzenden Gottfried Winkler zum Arbeitskräftemangel im Tourismus. "Ständige Schwarzmalerei und eine verzerrte Darstellung machen die Branche für Interessierte sicherlich nicht attraktiver", so Gratzer weiter. Dass Gastronomie und Hotellerie lohnmäßig in einen Topf geworfen werden zeichnet ein falsches Bild. Seit Jahren steigen die Löhne in Top-Hotels, gleichzeitig sinkt die Arbeitszeit: Zwischen 2009 und 2015 wuchs der durchschnittliche Bruttolohn auf 2.088 Euro, ein Plus von 16,1 %. Gleichzeitig verkürzte sich die durchschnittliche Wochenarbeitszeit um 1,4 Stunden auf 46,8 Stunden. Ähnlich die Entwicklung bei den Überstunden: Hier konnten im Vergleich zu 2009 70,9 Stunden im Jahr abgebaut werden - so die Ergebnisse von www.lohnbenchmark.at, ein Benchmarking-Tool mit Daten von über 13.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus der Top-Hotellerie. "Keiner kann es sich heutzutage leisten seine Mitarbeiter schlecht zu bezahlen. Gute Fachkräfte sind Gold wert und ausschlaggebend für den Erfolg", unterstreicht der Interessenvertreter.

Vereinfachungen forcieren und rasch umsetzen!

Wichtig aus Sicht des Branchensprechers: Eine Gewerbeordnung und ein Arbeitsrecht, die den Anforderungen des 21. Jahrhunderts entsprechen. "Das sind zwei ganz große Baustellen. Intelligente Reformen bringen hier allen Seiten was", richtet Gratzer einen Appell in Richtung Gewerkschaft, sich einem Dialog hier nicht zu verschließen. "Erste Verbesserungen konnten hier im Rahmen der Kollektivvertragsverhandlungen bereits erzielt werden. Die müssen nun rasch auf gesetzliche Beine gestellt werden, damit Rechtssicherheit herrscht", fordert der Generalsekretär.

Internationale Wettbewerbsfähigkeit

Die Hotellerie steht in einem internationalen Wettbewerb. Dementsprechend müssen auch Rahmenbedingungen flexibel gestaltet werden. "Erst kürzlich beschloss Deutschland eine Reform bei den Aufzeichnungspflichten, hier fehlt uns in Österreich der Speed. Erste Schritte wurden zwar auch bei uns gesetzt, diese reichen aber noch lange nicht. Hier braucht es mehr!", fordert der Branchenvertreter weiter Impulse.

Die Österreichische Hoteliervereinigung

Die ÖHV vertritt mehr als 1.300 Top-Hotels mit 160.000 Betten. Diese repräsentieren rund 2/3 der 4- und 5-Sterne-Hotels in Österreich. Sie decken mit 47,6 Mio. Nächtigungen in etwa 36 % der Übernachtungen in der österreichischen Hotellerie ab und beherbergen 41,3 % der internationalen Gäste.

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