Junge Allergie-Forscherin für herausragende Leistungen in der Diagnostik von Weizenallergie ausgezeichnet

Sandra Wieser vom Institut für Pathophysiologie und Allergieforschung der MedUni Wien erhielt den ACTERIA Dissertationspreis 2015 der EFIS

Wien (TP/OTS) - Dr. Sandra Wieser wurde gestern im Rahmen des Immunologenkongresses (European Congress of Immunology), der derzeit im Austria Center Vienna stattfindet, von einer internationalen Jury mit dem ACTERIA Doctorial Prize ausgezeichnet.

Verliehen wurde der Preis für ihre Leistungen auf dem Gebiet der Diagnostik von Weizenallergien. Denn Weizen kann, je nachdem auf welche Art der Allergenkontakt erfolgt, inhalative Beschwerden sowie Nahrungsmittelallergien auslösen, die bei manchen Personen schwere, sogar lebensbedrohliche Reaktionen zur Folge haben.

Um eine präzise Diagnose zu ermöglichen, entwickelte Sandra Wieser einen Allergenchip, der einzelne rekombinante Weizenproteine enthält und für die spezifische Diagnose von Patientinnen und Patienten mit Weizenallergien verwendet werden kann.

Unter der Verwendung einer sehr geringen Blutmenge ist es nun möglich, eine detaillierte, zuverlässige Diagnose und eine zusätzliche Unterscheidung der verschiedenen klinischen Manifestationen der Weizenallergien zu treffen. Zurzeit wird der Weizenallergenchip im Rahmen von Forschungszwecken eingesetzt.

Bislang unbekannte Weizenallergene identifiziert

Im Zuge ihrer Forschungen gelang es Dr. Wieser, aus einer cDNA Bank, die aus Weizensamen hergestellt wurde, einige IgE-reaktive cDNA Klone mit Serum IgE Antikörpern von Weizenallergikern zu isolieren. Mittels Sequenzanalyse der cDNA Klone konnte sie bislang unbekannte, wichtige Weizenallergene identifizieren. Diese wurden von ihr rekombinant hergestellt, gereinigt und sowohl biochemisch, biophysikalisch als auch immunologisch charakterisiert.

Dabei wurden insbesondere die Weizenproteine “Alpha purothionin” und das “Low molecular weight glutenin” als bedeutende, spezifische, serologische Markerallergene für die Weizennahrungsmittelallergie identifiziert.

  

Über Dr. Sandra Wieser

Die 29-jährige Niederösterreicherin studierte Genetik/Mikrobiologie an der Universität Wien und erarbeitete ihre Diplomarbeit (2008-2010) sowie ihre Dissertation (2010-2014) mit dem Titel “Characterization of novel allergens involved in IgE-mediated wheat allergy” am Institut für Pathophysiologie und Allergieforschung, Zentrum für Pathophysiologie, Infektiologie und Immunologie, Medizinische Universität Wien. Das PhD Studium in Immunologie schloss sie in der Forschungsgruppe von Prof. Dr. Rudolf Valenta mit ausgezeichnetem Erfolg ab.

Als Autorin oder Co-Autorin veröffentlichte Dr. Wieser bereits 12 Publikationen, welche in Clinical and Experimental Allergy(2012), Journal of Immunology (2012), Occupational and Environmental Medicine(2013), Amino Acids (2013), Methods(2014), Allergy(2014), PLOS One (2014), Pediatric Allergy and Immunology (2015, 2015) und im Top Allergiejournal, dem Journal of Allergy and Clinical Immunology(2013, 2013, 2014) erschienen sind. Zusätzlich wirkte sie an einem Reviewartikel (Gastroenterology) und einem internationalen Patent mit.

Zusätzlich zur Entwicklung eines präzisen Diagnoseverfahrens möchte sich Sandra Wieser in ihren weiteren Forschungsprojekten nun auch der Entwicklung neuer, spezifischer Therapiemöglichkeiten für Weizen-induzierte Erkrankungen widmen.

 

Der ACTERIA Doctoral Prize wird von der European Federation of Immunological Societies vergeben und ist mit einer Summe von 15.000 EUR sowie der möglichen Finanzierung von dreijährigen Forschungsprojekten im Umfang von 50.000 EUR/Jahr dotiert.

  

Über EFIS und ECI
Die EFIS (European Federation of Immunological Societies) ist die europäische Dachorganisation für 14.000 Immunologen aus 31 Ländern. Die EFIS unterstützt mit ihren 31 Mitgliederorganisationen die immunologische Forschung und Weiterbildung sowie internationale Vernetzung der TeilnehmerInnen. Am ECI-Kongress, der von der EFIS organisiert wird und vom 6.- 9. September im Austria Center Vienna stattfindet, treffen einander 4.000 Immunologinnen und Immunologen.

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