Umweltgütesiegel für Alpenvereinshütten

Zwei Hütten werden 2015 für ihren vorbildhaften Umweltschutz ausgezeichnet

Zell am See (TP/OTS) - Um das Engagement im Bereich Umweltschutz zu fördern, wird seit 1996 das Umweltgütesiegel für Alpenvereinshütten verliehen. Dieses zeichnet Sektionen und Hüttenwirtsleute für ihre ökologisch vorbildliche Arbeit aus. In diesem Jahr konnten zwei weitere Schutzhütten des Österreichischen Alpenvereins (ÖAV) die strengen Vorgaben erfüllen. Die Eigentümersektionen und Pächter der Rottenmanner Hütte und des Hochweißsteinhauses dürfen das begehrte Umweltgütesiegel am 3. Oktober entgegennehmen.

Ehrung im SalzburgerLand

Die Verleihung erfolgt im Rahmen der Jahreshauptversammlung des Alpenvereins im Ferry Porsche Congress Center in Zell am See. Die Auszeichnung ergeht einerseits an die Eigentümersektionen Alpenverein Austria und Alpenverein Rottenmann für deren Errichtung einer umweltgerechten Infrastruktur und andererseits an die Pächter für deren umweltgerechte Betriebsführung. "Das Umweltgütesiegel für Hütten setzt ein starkes Engagement der Wirtsleute in der Betriebsführung voraus. Die Maßnahmen für den Umweltschutz und der verantwortungsvolle Umgang mit den Ressourcen bedeuten für Sektionen und Wirte einen großen finanziellen und zeitlichen Aufwand. Dieser Einsatz verdient Anerkennung und sollte auch entsprechend belohnt werden", so DI Helmut Ohnmacht, Vizepräsident des Alpenvereins.

Strenge Kriterien

Faktoren wie Energieeffizienz und -versorgung, Abwasserklärung, Abfallvermeidung und -entsorgung oder auch eine saubere Hüttenumgebung sind für Hütten zu erfüllen, um mit dem Umweltgütesiegel der Alpenvereine ausgezeichnet werden zu können. Mit den 2015 ausgezeichneten Hütten tragen insgesamt 111 Hütten das begehrte Emblem.

Ausgezeichnete Hütten 2015:

Hochweißsteinhaus

Die familienfreundliche ÖAV-Hütte liegt auf 1.868m im Kärntner Lesachtal. Sie gilt für Wanderer und Kletterer als wichtiger Etappenstützpunkt auf dem karnischen Höhenweg. Die hüttenbesitzende Sektion Austria hat in den vergangenen Jahren viel in ihre Hütten investiert, um sie vor allem technisch auf den neuesten Stand zu bringen. Innovative Ideen, wie etwa die Nutzung der vorhandenen Kälte im Quellwasser als Getränkekühlung, tragen zur Energieeinsparung der Hütte bei.

Details:
Lage: 1.868m, Karnischer Hauptkamm (K); hüttenbesitzende Sektion:
Alpenverein Austria; Pächterin: Ingeborg Guggenberger; Umweltmaßnahmen: 8,6kWp Photovoltaikanlage, Materialseilbahnbetrieb mit Photovoltaikstrom, Rapsöl BHKW, Getränkekühlung mit Kaltwasser, Vollbiologische Kläranlage, Solarthermienanlage für Warmwasser; Kontakt: www.alpenverein.at/hochweisssteinhaus

Rottenmanner Hütte

Die Hütte liegt märchenhaft inmitten eines Zirben-, Lärchen- und Fichten-Mischwaldes in den steirischen Rottenmanner Tauern. Der Hüttenberg, das Stein am Mandl, ist auf kinderfreundlich präparierten Wegen gut erreichbar. Die hüttenbesitzende Sektion Rottenmann hat rund 12.000 ehrenamtliche Stunden in diesen Umbau investiert, der Großteil der Arbeiten wurde nämlich selbst gemacht. Entlang des Aufstiegsweges ist der Pilger- und Bildungsweg der Weltreligionen installiert.

Details:
Lage: 1.650m, Rottenmanner und Wölzer Tauern (ST), hüttenbesitzende Sektion: Alpenverein Rottenmann; Pächter: Gerald Hutterer, Inka Scheuermann-Meier; Umweltmaßnahmen: eigenes Kraftwerk zur Energiegewinnung, energiesparende Beleuchtungstechnik (LED), biologische energiesparende Kleinkläranlage, eigene Materialseilbahn und Wasserversorgung ohne UV-Behandlung; Kontakt:
www.rottenmannerhuette.at

Weitere Informationen zu den Alpenvereinshütten auf:
www.alpenvereinshuetten.at.

Weiteres Bildmaterial zum Download:
www.alpenverein.at/presse

Rückfragen & Kontakt:

Österreichischer Alpenverein
Peter Kapelari
Abteilung Hütten, Wege und Kartographie
Olympiastraße 37, A-6020 Innsbruck
T +43/512/59547-47
M +43/664/8556426
peter.kapelari@alpenverein.at

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