Arbeitsmarktgipfel: Große Fragen warten auf Antworten

Wien (TP/OTS) - ÖHV: Es ist nicht der große Wurf, sondern der klassische Abtausch: Die von allen Seiten beschworene Entlastung findet hinter dem Komma und auf Etappen statt, Belastungen werden verschoben statt reduziert. Das wird nicht reichen für den Turnaround auf dem Arbeitsmarkt.

"Die Senkung der FLAF-Beiträge ist gut und längst überfällig. Mit einer Reduktion um 0,6 % auf Etappen ist sie aber sehr bescheiden ausgefallen. Dabei ist das wie beim BIP-Wachstum: Stellt bei der Lohnnebenkostensenkung einen Dreier vor das Komma, dann merken wir positive Effekte. Wir müssen da unter 40% - und zwar rasch! Das muss allen Beteiligten klar sein", fordert Michaela Reitterer, Präsidentin der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV), mehr Entschlossenheit.

Bonus-Malus schafft keinen Arbeitsplatz

Mit dem Wegfall der täglichen Geringfügigkeitsgrenze wurde eine ÖHV-Forderung erfüllt. Dass die tägliche Höchstarbeitszeit zwar im Fall von Reisezeiten auf 12 Stunden erhöht wird, nicht aber für Ausnahmen in Gastronomie und Hotellerie wie etwa Hochzeiten oder ähnliches, ist für aber Reitterer unverständlich: "Da wurde nicht im Sinne unserer Branche verhandelt", so Reitterer. Dass die Auflösungsabgabe durch das Bonus-Malus-System ersetzt wird, wertet sie als "Kniefall vor jenen, die an der Belastungsschraube drehen":
Zusätzliche Arbeitsplätze schaffe das Bonus-Malus-System nicht: "Die Arbeitslosigkeit steigt genauso weiter, etwas weniger bei den Älteren, bei den Jüngeren stärker. Auch das muss allen Beteiligten klar sein." Das Minimum seien realistische Benchmarks für die Älteren-Quoten.

Impulse schaffen Arbeitsplätze

Es wurde weitergemacht wie bisher auf den "Gipfeln" - der klassische Abtausch, der den Standort keinen Meter weiterbringt. Notwendig sind Impulse - im Idealfall mit einem Fokus auf Branchen, die auch in Zukunft Arbeitsplätze schaffen werden: "Wir sprechen im Tourismus den Weltmarkt an mit einigen Regionen, die deutlich mehr Wirtschaftswachstum haben als wir: Dort liegt das Geld. Wir sollten nicht darauf verzichten, diese Exportmärkte stärker anzuzapfen."

Arbeitsplatzmotor Tourismus

Mehr Nächtigungen bringen Wertschöpfung und Arbeitsplätze auf Flughäfen und Reisebüros, in Gewerbe, Handel, Gastronomie und vielen anderen Branchen etwa im Freizeitbereich. Die ÖHV vertritt über 1.300 Top-Hotels: 2/3 der 4- und 5-Sterne-Hotels mit 40.000 Arbeitsplätzen und einem Vielfachen davon in vor- und nachgelagerten Bereichen. Auf dem Spiel steht außerdem 1 Mrd. Euro an Investitionsvolumen.

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