Ist Skifahren (wieder) ein Elitenvergnügen? Tourismusforscher Peter Zellmann zum Mythos "Skination Österreich"

Neuerscheinung "Die Urlaubsrepublik" analysiert den Tourismus in Österreich

Wien (OTS) - Rechtzeitig zur Skisaison ist zu lesen, dass in manchen Skigebieten die Tageskartenpreise die magische 50-Euro-Marke durchbrochen haben. In Zeiten wirtschaftlicher Stagnation werde dadurch der für Österreicher so selbstverständliche Skiurlaub für viele nicht mehr leistbar, so der Tenor.

Peter Zellmann, Freizeit- und Tourismusforscher am IFT in Wien, analysiert die Hintergründe:

"Schiurlaub war immer schon relativ teuer und auf die obere Mittelschicht und Oberschicht beschränkt", so Zellmann. Daher sei die Tourismuswirtschaft vorerst von der Entwicklung auch kaum betroffen.

Die Erhöhungen der Liftpreise seien vor allem auf die stetig zunehmenden Kosten für die Beschneiung und die - von manchen auch durchaus kritisch beurteilte - Verbesserung der Bequemlichkeit (Sitzheizung, 8er-Sessellifte zur Verkürzung der Wartezeit etc.) zurückzuführen.

Die wahren Gründe vermutet Zellmann aber anderswo: "Die Kostenkritik ist eher oberflächlich. Die eigentlichen, komplexeren Ursachen sind u.a. die abnehmende Lust am Skilauf und Mangel an Nachwuchspflege (Abschaffung der Schulskikurse, Rückbau von Skigebieten in Nähe der Ballungszentren). Es handelt sich dabei schlicht um eine vereinfachende Umkehr der Ursachenerfassung bzw. -begründung: Was mir nicht mehr so wichtig ist, ist mir eben 'zu teuer'."

Tatsache ist: Nur 15% aller Österreicher fahren seit Jahren überhaupt noch auf die eine Woche Skiurlaub, von der manche meinen, dass sie "fast alle“ machen.

Soeben erschien im MANZ Verlag Peter Zellmanns neues Buch "Die Urlaubsrepublik. Die Zukunft des Tourismus in Österreich" (gem. mit Sonja Mayrhofer). Darin analysieren die beiden Autoren die Entwicklung der Gästezahlen, die Bedürfnisse der Gäste aus allen Herkunftsländern, die Reisegewohnheiten der Inländer sowie die Gästewünsche im Allgemeinen und leiten daraus Empfehlungen für die Freizeit- und Tourismuswirtschaft ab.

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