WKO und ÖHV begrüßen Booking.com-Entscheidung des deutschen Bundeskartellamtes

IHA-Beschwerde erfolgreich: Deutsches Bundeskartellamt untersagt Booking.com jedwede Paritätsklauseln

Wien (TP/OTS) - Das deutsche Bundeskartellamt hat Booking.com in seinem Beschluss die erst im Juli dieses Jahres erneuerten Paritätsklauseln in den AGBs und sonstigen Vereinbarungen untersagt. Der deutsche und europäische Marktführer unter den Online-Buchungsportalen darf somit keine Paritätsklauseln gegenüber seinen Hotelpartnern in Deutschland anwenden. Andernfalls würde Booking.com eine Ordnungswidrigkeit begehen, die mit Bußgeld in bis zu dreistelliger Millionenhöhe geahndet werden könnte. Booking.com wurde aufgetragen, die beanstandeten Klauseln aus seinen AGB und Preferred Partner-Vereinbarungen bis Ende Jänner 2016 zu entfernen.

Für Siegfried Egger, Obmann des Fachverbandes Hotellerie in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), und Markus Gratzer, Generalsekretär der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV), bedeutet dies, dass sich die Österreichische Bundeswettbewerbsbehörde einen diesbezüglichen Schritt auch für Österreich jetzt sehr genau ansehen müsse. Dazu gibt es bereits seit längerem einen intensiven Informationsaustausch. Für die Hotellerie-Branchenvertretungen ist klar, dass an oberster Stelle unternehmerische Freiheit und fairer Wettbewerb stehen müssen. Gerade in der immer wichtiger werdenden Online-Distribution ist es das Gebot der Stunde. Egger und Gratzer betonen: „Europa ist in Bewegung gekommen. Auch Österreich muss sich jetzt positionieren.“

„Die Branche ist nicht bereit, solche Einschränkungen in ihrer unternehmerischen Freiheit bei der Gestaltung von Preisen und Konditionen zu akzeptieren und sich bei ihrer Angebotsdistribution auf Offline-Medien des 20. Jahrhunderts - wie Telefon, Telefax oder Brief - beschränken zu lassen“, fügen Egger und Gratzer hinzu.

Auf Druck zahlreicher Wettbewerbsbehörden hatte Booking.com auch für Deutschland angeboten, die Bestpreisklauseln in seinen AGBs gegenüber anderen Vertriebsportalen nicht mehr einzufordern. Auch Verfügbarkeits- und Konditionenparitätsforderungen hätte Booking.com aufgeben. Auf hoteleigenen Webseiten hätten aber keine besseren Konditionen angeboten werden dürfen, als auf Booking.com. Ein für die Branchenvertreter inakzeptabler Vorschlag. (PWK1013/ES)

Fachverband Hotellerie

Der Fachverband Hotellerie in der Wirtschaftskammer Österreich vertritt 17.000 Beherbergungsbetriebe mit 1,05 Millionen Betten. Mit über 37 Millionen Ankünften und knapp 132 Millionen Nächtigungen leistet die heimische Hotellerie einen wesentlichen Beitrag zur direkten und indirekten Wertschöpfung der Tourismus- und Freizeitwirtschaft in der Höhe von rund 48,8 Milliarden Euro. Das sind 14,8 Prozent des BIP.

Österreichische Hoteliervereinigung

Die ÖHV vertritt mehr als 1.300 Top-Hotels mit 160.000 Betten. Diese repräsentieren rund 2/3 der 4- und 5-Sterne-Hotels in Österreich. Die mitarbeiterintensiven Hotels der Top-Kategorien decken mit 47,6 Millionen Nächtigungen rund 36 % der Übernachtungen in der österreichischen Hotellerie ab und beherbergen 41,3 % der internationalen Gäste.

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Fachverband Hotellerie
Mag. Matthias Koch
Geschäftsführer
Tel.: +43 590 900-3554
E-Mail: hotels@wko.at
Web: www.hotelverband.at

Österreichische Hoteliervereinigung
Martin Stanits
Public Affairs & Research
Tel.: +43 664 516 08 31
E-Mail: presse@oehv.at
Web: www.oehv.at

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