Airbnb hört auf Zurufe - Erste Empfehlungen umgesetzt

Reisenzahn: Unser Ziel sind gleiche Wettbewerbsbedingungen für alle Anbieter. Datenaustauch und Einhebung von steuerlichen Verpflichtungen noch ausständig.

Wien (TP/OTS) - Die heftige Kritik aus der Branche verhallt offenbar nicht ungehört. Als eine erste erfreuliche Maßnahme hat Airbnb, der weltweit tätig Online-Vermittlungsdienst für Privatquartiere, dieser Tage seine österreichischen Geschäftspartner über das hiesige Steuersystem und Gewerberecht informiert. Damit folgt Airbnb nicht zuletzt den Empfehlungen der Prodinger|GFB Tourismusberatung. Diese hatte kürzlich in der aktuellen Studie "Auswirkungen der Sharing Economy aus fiskalpolitischer Sicht" konkrete Maßnahmen vorgeschlagen, wie sich Online-Plattformen aus der Schattenwirtschaft heraus bewegen und unter den gleichen Voraussetzungen und Wettbewerbsbedingungen wie gewerbliche Beherbergungsbetriebe agieren müssen.

Airbnb informierte die österreichischen Gastgeber, wie diese auf einfachem Wege ihre Online-Transaktionen und Bruttoeinkünfte zur Steuererklärung heranziehen können. Darüber hinaus wird die Kooperationsbereitschaft mit den Gemeinden bekundet sowie die Weitergabe von Daten an die Behörden angekündigt. Auch hat sich Airbnb bereits bei der jüngsten Gastgeber-Konferenz in Paris gegen eine organisierte gewerbsmäßige Wohnungsvermietung in großem Maßstab über die Plattform ausgesprochen.

Als weiteren Schritt sollte Airbnb die anfallenden Übernachtungssteuern und Ortstaxen, die an die Einnahmen aus Vermietung gekoppelt sind, direkt einheben und an die örtlichen Behörden bzw. Finanzämter weiterleiten, erklärt der Geschäftsführer der Prodinger|GFB Tourismusberatung, Thomas Reisenzahn. Es werden nicht nur in Wien und Salzburg, sondern auch vermehrt in Feriendestinationen immer mehr Wohnungen vermietet, bei denen keine ordnungsgerechte Meldung vorliegt.

Das Finanzministerium, so Reisenzahn weiter, ist dringend aufgefordert, abzuklären, ob Airbnb als Erbringer von Vermietungsleistungen anzusehen ist. Dieser Ansicht entsprechen grundsätzlich sämtliche Vermietungsmodelle unter Privatpersonen (P2P), bei denen Betreibergesellschaften ein Objekt zur Verwertung übernehmen.

"Unser Ziel ist und bleibt die Durchsetzung fairer Regeln für die Vermietung von Privatquartieren. Die mit hohen Abgaben belastete Hotellerie soll nicht länger diskriminiert werden. Allerdings ist es immer noch ein weiter Weg bis vollständige Waffengleichheit herrscht und Airbnb endgültig die steuerliche Grauzone verlässt", gibt sich Reisenzahn realistisch. Das Prodinger|GFB Netzwerk begleitet vor allem Destinationen, Gemeinden und Länder beim richtigen Umgang mit dem Phänomen „Sharing Economy“.

Die Prodinger|GFB Tourismusberatung ist im Netzwerk der PRODINGER|GFB

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