Hörl: "Umweltanwaltschaft agiert plakativ und verkennt die Fakten!"

Gerade in einer Saison, in der die Beschneiung Tirol vor einer wirtschaftlichen Katastrophe bewahrt hat, stürzen sich Kostenzer und sein Adlatus auf die Seilbahnwirtschaft

Innsbruck (TP/OTS) - Für Franz Hörl, Obmann des Fachverbandes der Seilbahnen Österreichs, sind die jüngsten Angriffe der Tiroler Landesumweltanwaltschaft auf die Seilbahn- und Tourismuswirtschaft mehr als entbehrlich: „Aus der öffentlich finanzierten Komfortzone heraus wird hier von Herrn Kostenzer unfair und leider auch in Verkennung der Realität argumentiert. Nur weil eine Almfläche als Skipiste oder als Speicherteich genutzt wird, ist diese nicht der Natur entzogen. Wir asphaltieren unsere Pisten ja nicht!“

Hörl erinnert daran, dass auch die von Kostenzer und seinem Stellvertreter ins Treffen geführten Skigebietsverbindungen eigentlich im Sinne der Umweltanwaltschaft sein sollten: „Hier werden mit minimalen Eingriffen echte Synergien geschaffen. Wir sind uns einig, dass wir keine Neuerschließungen umsetzen wollen. Aber Verbindungen schonen die Naturräume, helfen Verkehr zu reduzieren und gleichzeitig unsere Konkurrenzfähigkeit zu stärken. Mit wenigen Anlagen – beim Brückenschlag gar nur mit einer Doppelstütze – werden attraktive Angebote ohne maßlose Eingriffe ermöglicht. Kappl - St. Anton hat die erste Hürde geschafft und ich bin optimistisch, dass auch Pitz- und Ötztal zusammenschließen können.“ Als „makaber“ bezeichnet es Hörl, wenn nun zum wiederholten Male gegen die technische Beschneiung geschossen wird. „Genau diese hat zu Weihnachten verhindert, dass den ländlichen Regionen 900 Millionen Euro entgehen – davon 200 Millionen den Seilbahnen, der überwiegende Teil jedoch dem Lebensmittelhandel, dem Handwerk, der Gastronomie und vielen anderen lokalen Wirtschaftsreibenden“, so Hörl. An die Umweltanwaltschaft appelliert Hörl, ihr Tun nicht mittels radikaler Positionen rechtfertigen zu wollen: „Wir haben ein dichtes Regelwerk, dutzende Gesetze und leider auch schon überbordende Verfahren. Die Umweltanwälte sollten bei Ihrem Tun nicht vergessen, dass es die Menschen in diesem Lande sind, die am Ende auch noch hier leben, arbeiten und wirtschaften müssen. Wir wollen nicht in einem menschenleeren Naturpark wohnen, sondern in einer funktionierenden Kulturlandschaft.“

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Franz Hörl
franz.hoerl@gaspingerhof.at
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