Offene Stellen: Dienstleistung bleibt Jobmotor

Die Standort- und Arbeitsmarktpolitik stärker auf mitarbeiterintensive Branchen mit guten Prognosen auszurichten ist ein Gebot der Stunde

Wien (TP/OTS) - Viele offene Stellen im Vorjahr können nicht explizit einer Branche zugewiesen werden – etwa Hilfskräfte, Bürokräfte oder Führungskräfte. 27,3 % der 66.600 offenen Stellen im Vorjahr kamen aber dezidiert aus dem Bereich Dienstleistung und Verkauf: Das sind knapp 18.200. Der Großteil davon – 10.300 – wurden von Betrieben der Gastronomie und Hotellerie gemeldet: „Das schönste daran: Wir haben Arbeitsplätze für alle – für Kandidaten mit Ausbildung genauso wie für die arbeitsmarktpolitischen Sorgenkinder ohne Ausbildung“, zeigt Michaela Reitterer, Präsidentin der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV), Chancen auf.

Umschulung und Motivation: Positive Arbeitsmarktpolitik

Mehr als drei Viertel der 1.300 Top-Hotels suchen laut Umfrage Mitarbeiter – und mehr als 490.000 Menschen in Österreich suchen einen Arbeitsplatz. Ein gesunder Maßnahmenmix aus Umschulung und Motivation würde allen Beteiligten helfen, so Reitterer. „Denen, die in das Sozialsystem einzahlen, und denen, die davon leben müssen.“ Die ÖHV setzt das um: Beim bundesweiten Tag der offenen Hoteltür am 9. Oktober 2016 werden moderne IT-Arbeitsplätze, internationale Karrierewege und sichere Jobs vor Ort präsentiert: „An diesem Sonntag können sich Eltern und Schüler davon überzeugen, wie attraktiv die Arbeitsplätze sind“, so Reitterer.

Mädchen und Burschen in die Dienstleistung – in ihrem eigenen Interesse

Wie sicher die Arbeitsplätze im Tourismus sind, zeigt nicht nur die fulminante Entwicklung auf dem weltweiten (Luxus-)Reisemarkt, sondern auch die Massenentlastungen in den bisherigen Boom-Branchen:
„Der neue Slogan müsste heißen ‚Mädchen UND Burschen in die Dienstleistung‘. Da gibt es Jobgarantie. Da gibt es Chancen“, so Reitterer.

Dienstleistung – das Rückgrat der Wirtschaft

Österreichs Dienstleister erwirtschaften 70 % der Wertschöpfung, den gesamten Leistungsbilanzüberschuss und den Großteil der offenen Stellen. Allen Prognosen zufolge wird Dienstleistung noch wichtiger. Darauf sollte die Standort- und Arbeitsmarktpolitik stärker abstellen – auf den starken Anstieg des Qualitätstourismus, auf EPUs, auf die Digitalisierung und die zunehmende Ökonomisierung des Privatlebens („sharing economy“).

Mehr Touristen, weniger Arbeitslose

Bundesweit lag die Arbeitslosenquote im Vorjahr bei 9,1 %, in den Tourismushochburgen aber deutlich niedriger: in Salzburg bei 5,9 %, Vorarlberg bei 6,1 % und in Tirol bei 7 %: „Setzen wir auf das richtige Pferd, forcieren wir die Tourismus-Nachfrage, senken wir die Lohnnebenkosten und binden wir die mitarbeiterintensiven Branchen stärker in die Standortstrategie ein.“

Eine Grafik finden Sie hier zum Download:
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Quelle: AMS, © ÖHV

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