Airbnb: ÖHV begrüßt Fair Play-Initiative der Stadt Wien

Medieninformationen zufolge verlangt die Stadt Wien künftig von professionellen Unterkunftsvermietungsplattformen Mindeststandards

Wien (TP/OTS) - Michaela Reitterer, Präsidentin der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV), freut sich über den Entschluss von Finanzstadträtin Mag. Renate Brauner: "Die bisherigen Regelungen haben eine Zwei-Klassen-Gesellschaft geschaffen: da kontrollierte gewerbliche Anbieter und ehrliche Privatzimmervermieter, die Steuern und Ortstaxe abführen - und dann Anbieter, die laut Stadträtin Brauner jährlich Hunderttausende Euro allein an Ortstaxe hinterziehen. Die ÖHV war hier Vorkämpfer. Wir werden uns die neuen Regeln ansehen und bei Bedarf Stadträtin Brauner notwendige Adaptierungen vorschlagen. Aber das ist schon einmal ein Schritt in die richtige Richtung." Fraglich ist aus Sicht der ÖHV, ob Informationen alleine reichen: "Es wird sich schnell zeigen, ob die fehlenden Abgaben alleine auf ein ,Informationsdefizit' zurückzuführen sind. Wenn nicht, wird nachjustiert werden müssen. Das muss klar sein und dann auch schnell gehen", hält Reitterer fest.

Von Fair Play profitieren Hotellerie und ehrliche Hosts

Brauner zufolge werden die Plattformen verpflichtet, die Daten der Unterkunftgeber bekanntzugeben, um - ganz offensichtlich notwendige -Kontrollen durchführen zu können: "Das ist auch ein Erfolg für die vielen fairen Hosts, die zu Unrecht mit jenen in einen Topf geworfen wurden, wegen denen die neue Regelung eingeführt werden muss. Hier wurde lange zugesehen. Gut, dass damit jetzt Schluss ist." Reitterer freut sich, dass die Stadt Wien mit diesem Schritt neue Standards für den Umgang mit Konzernen setzt, die gezielt rechtliche Grauzonen ausnützen: "Auch Konsumentenschutz und Gewerbeordnung messen da die gleiche Leistung mit zweierlei Maß. Die Stadt Wien hat damit gezeigt, dass man sich von noch so großen Konzernen nicht gängeln lassen muss. Das ist die neue Benchmark im Umgang mit shadow economy und Privatzimmervermietungskonzernen", hält Reitterer fest: "Die ÖHV bleibt jedenfalls dran und wird genau beobachten, ob den Worten auch Taten folgen. Bisher haben sich Plattformen wie Airbnb nicht sehr kooperativ bei der Herausgabe von Daten gezeigt"

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