Tourismusausschuss: Regierungsparteien verschieben Dringendes auf St. Nimmerleinstag

Vertagt, vertagt, vertagt,…: Die Regierungsparteien bremsen Lösungen im Tourismus aus. Im Online-Vertrieb bietet die ÖHV mit ihrem Kompetenz-Netzwerk Alternativen.

Wien (TP/OTS) - Als Schritt in die richtige Richtung erachtet Dr. Markus Gratzer, Generalsekretär der Österreichischen Hoteliervereinigung eine Offensive für alternative Finanzierungen im Tourismus. Ein Antrag der Regierungsparteien wurde im Tourismusausschuss angenommen. „Jedes neue Angebot verbessert die Verhandlungsposition für Investoren und erleichtert Projekte, die die Qualität steigern.“ Bei der Umsetzung der Pauschalreise-Richtlinie müsse das Optimum herausgeholt werden: Die Betriebe dürfen nicht wieder draufzahlen. „Die Qualität der Anträge zeigt, dass es den Abgeordneten um die Sache geht. Bedauerlich ist aber, dass notwendige Lösungen von der Regierungsmehrheit systematisch verschleppt werden“, so Gratzer.

ÖHV verlangt Fairness für heimische Betriebe

Komplett unverständlich ist aus Sicht der Unternehmer, dass ein Antrag für faire Spielregeln und Wettbewerbsbedingungen abgelehnt wird: „Ausländische Plattformen diktieren unseren KMUs den Preis, bestimmen die Vertriebswege und verlangen bis zu 50 % Kommissionen und Zuschläge. Dass die Politik hier zusieht, kostet unsere Betriebe jedes Jahr Hunderte Millionen Euro“, so Gratzer.

Lösungsorientiert

Gerade im Online-Vertrieb setzt die ÖHV daher auf eigenes Engagement und unternehmerische Kompetenz. „Kein zweites Unternehmer-Netzwerk hat so viel Know-how im Online-Vertrieb wie unsere Preferred Partner. Wir haben internationale Studien analysiert, wir haben aus den Fehlern anderer Branchen gelernt, wir haben 667 Hotels im deutschen Sprachraum befragt und wir haben modernste Technik zu Super-Preisen“, verweist Gratzer auf eine ÖHV-Initiative
(http://www.oehv.at/Lobbying/Direkt-Buchen-Kampagne.aspx). Gemeinsam
mit Roland Berger hat die ÖHV Wege zu mehr Direktbuchungen (und niedrigeren Kosten) entwickelt: „Jedes Hotel, das an diesen Rädern dreht, kommt zu einem besseren Ergebnis als wenn es auf eine politische Lösung wartet.“ Aus der Pflicht lassen will Gratzer die Regierung aber nicht: „Sie ist für die Rahmenbedingungen zuständig, für die Gewerbeordnung, die Lohnnebenkosten, die Steuern, den Online-Vertrieb und Fairness für KMU. Wir müssen ja nicht überall letzter sein.“

Wertvolle Anträge „vertagt“

In das Bild passt, dass auch Anträge für Mitarbeit von Familienmitgliedern, leistbares Skifahren, einerseits Qualitäts- und andererseits Ausbildungspartnerschaften wie auch zum x-ten Mal die Erhöhung des Budgets der Österreich Werbung von den Regierungsparteien vertagt wurden: „In Sonntagsreden alles auf den Koalitionspartner zu schieben und am Montag gemeinsam wichtige Anträge auf den St. Nimmerleinstag verschieben – das bringt den Tourismus nicht weiter“, so Gratzer.

Die angenommenen Anträge:

1. Antrag der Abgeordneten Gabriel Obernosterer, Mag. Maximilian Unterrainer, Kolleginnen und Kollegen betreffend die Nutzbarmachung des Alternativfinanzierungsgesetzes für die österreichische Tourismus- und Freizeitwirtschaft (1568/A(E))

2. Antrag der Abgeordneten Mag. Maximilian Unterrainer, Gabriel Obernosterer, Kolleginnen und Kollegen betreffend der Umsetzung der Richtlinie (EU) 2015/2302 des Europäischen Parlaments und des Rates über Pauschalreisen und verbundene Reiseleistungen, zur Änderung der Verordnung (EG) Nr. 2006/2004 und der Richtlinie 2011/83/EU des Europäischen Parlaments und des Rates sowie zur Aufhebung der Richtlinie 90/314/EWG des Rates (1569/A(E))

Die vertagten Anträge:

1. Antrag der Abgeordneten Mag. Roman Haider, Georg Willi, Josef Schellhorn, Leopold Steinbichler, Kolleginnen und Kollegen betreffend die Schaffung fairer Spielregeln und Wettbewerbsbedingungen in Zusammenhang mit Online-Buchungsplattformen sowie die Forcierung österreichischer Vertriebslösungen für Online Buchungen im Tourismus (1572/A(E))

2. Antrag der Abgeordneten Mag. Roman Haider, Kolleginnen und Kollegen betreffend klare gesetzliche Regelung für eine unbürokratische und belastungsfreie kurzfristige Mitarbeit von Familienangehörigen in Gastronomiebetrieben (1394/A(E))

3. Antrag der Abgeordneten Mag. Gerald Hauser, Georg Willi, Josef Schellhorn, Leopold Steinbichler, Kolleginnen und Kollegen betreffend leistbares Skifahren und Snowboarden durch eine EU-konforme Lösung für Einheimischen-Tarife! (1571/A(E))

4. Antrag der Abgeordneten Georg Willi, Harald Jannach, Josef Schellhorn, Leopold Steinbichler, Kolleginnen und Kollegen betreffend Ausbau der Kooperation im Unterricht von Landwirtschafts- und Tourismusschulen (1579/A(E))

5. Antrag der Abgeordneten Sepp Schellhorn, Kollegin und Kollegen betreffend Österreich Werbung (1532/A(E))

6. Antrag der Abgeordneten Steinbichler, Nachbaur Kolleginnen und Kollegen betreffend „Einführung einer Qualitätspartnerschaft für heimische Gastronomiebetriebe“ (763/A(E))

Ein Portraitbild von ÖHV-Generalsekretär Dr. Markus Gratzer finden Sie hier:
http://www.tourismuspresse.at/redirect/lobbying

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