Wiener Tourismusdirektor Norbert Kettner spricht sich für den „Heumarkt neu“ aus

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Gerald Matt spricht mit…“ war gestern der Wiener Tourismusdirektor Norbert Kettner im Hotel InterContinental zu Gast.

Wien (TP/OTS) - „Eine Stadt, die sich nicht weiterentwickelt, bleibt stehen“, ist Kettner überzeugt und betonte in diesem Zusammenhang, dass sich das Projekt am Heumarkt zu einem weiteren Aushängeschild Wiens entwickeln könnte: „Hier entsteht ein neues, attraktives Zentrum, das die Achse zwischen erstem und drittem Bezirk beleben und ein Ort zum Neuentdecken werden kann. Wiens Geschichte und seine DNA seien, so Kettner, gekennzeichnet von zukunftsorientierter architektonischer Weiterentwicklung: „Wäre sich die Stadt in ihrer ständigen Veränderung nicht immer treu geblieben, wäre sie nicht das heutige Wien. Man denke etwa an die Ringstraße, das rote Wien, die Donauinsel, Aspern und das Haas-Haus. Das Projekt am Heumarkt ist für mich ein nächster logischer Schritt.“

Dass Wien heuer zum 7. Mal in Folge von Mercer zur lebenswertesten Stadt der Welt gekürt wurde, freut Kettner: „Wenn Wien allerdings auch in 100 Jahren noch als Stadt mit bemerkenswerter Lebensqualität bekannt sein möchte, darf man sich vor mutigen Entscheidungen, die dem Fortschritt dienen, nicht fürchten. Wer bei der Erhaltung von historischem Erbe jede Veränderung als Gefährdung sieht, zieht einen Schlusspunkt unter das Erbe, und weist ihm nur noch musealen Wert zu“, so Kettner.

Zufrieden zeigt sich Kettner mit der Entwicklung des Tourismus in Wien. Laut Tourismusstrategie 2020 sollen die jährlichen Gästenächtigungen bis zum Jahr 2020 auf 18 Millionen ansteigen. Um dieses Ziel erreichen zu können, brauche es allerdings neue Impulse – von touristischen Angeboten, insbesondere außerhalb des ersten Bezirks, über ausreichend Gastronomie bis hin zu einer sich kontinuierlich verbessernden Infrastruktur. „Das Hotel InterContinental war das erste große Kongresshotel in Wien und hat Wiens Erfolge als Kongressmetropole auch in jüngsten Jahren begleitet. Wenn, wie im Fall des Hotels InterContinental, Unterkunft und Tagung zudem im selben Gebäude stattfinden können, ist das ein zusätzlicher Vorteil“, bestätigt Kettner die Pläne, das Hotel InterContinental zu einem modernen innerstädtische Kongress– und Veranstaltungszentrum für bis zu 2000 Personen zu gestalten. „Das Kongresssegment sowie der gesamte Bereich Corporate Meetings und Incentives sind von enormer Bedeutung für uns. Allein im Vorjahr konnte das InterContinental Wien 34 internationale Meetings und Events mit einer durchschnittlichen Größe von mehr als 200 Personen verzeichnen, wobei sich die durchschnittliche Dauer auf rund drei Tage beläuft“, ergänzt Brigitte Trattner, Generaldirektorin des InterContinental Wien.

Auf die Frage, ob die Kulturmetropole Wien das Attribut Weltkulturerbe braucht, brachte Kettner einen interessanten Diskussionsbeitrag ein: Er zitierte den 2004 amtierenden Direktor des UNESCO-Weltkulturerbe-Zentrums Francesco Bandarin, der im Vorwort des Buches „The Politics of World Heritage“ schreibt: „In international wohlbekannten Standorten mag der Weltkulturerbe-Status wenig Auswirkung auf Besucherzahlen haben, aber in weniger etablierten Destinationen geht mit einer Aufnahme üblicherweise ein Anstieg im Tourismus hervor." Tourismusdirektor Norbert Kettner dazu: „Zu welcher Art von Standorten Wien gehört, muss man wohl nicht erklären.“

Das gesamte Interview wird am 18. Juli auf W24 übertragen.

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