Airbnb: Chance für Tirols Privatvermieter

Innsbruck (TP/OTS) - Ein paar Mal über den Touchscreen seines Tablets wischen, einige Filtereinstellungen über Ziel, Preisspanne und geplante Aufenthaltsdauer eingegeben, und wenig später weiß der moderne Reisende, wo und bei wem er gerne seinen Urlaub verbringen will.

Das Internet hat die Tourismuswelt nachhaltig verändert. Der klassische Weg über Reisebüros, Anrufe bei Tourismusverbänden oder das mittlerweile antiquiert erscheinende Durchblättern von Katalogen verliert immer mehr an Bedeutung. Buchungsplattformen wie airbnb, booking.com oder tiscover werden von einer rasant steigenden Anzahl von Urlaubern genutzt.

Weite Teile der Tourismusbranche profitieren von dieser Entwicklung seit einiger Zeit. Die Chancen dieser Vertriebsart bringen Zugang zu neuen Kundenschichten, lassen die Nachfrage messbar werden und ermöglichen unverwechselbare Marktauftritte. Neben den positiven Entwicklungsmöglichkeiten birgt dieser Marktzugang aber auch Risiken, besonders wenn die Anbieter selbst keine regelmäßigen Nutzer des Internets sind oder seine Bedeutung unterschätzen, möglicherweise sogar ignorieren.

Kaum ein Hotel verzichtet auf einen möglichst professionellen Internetauftritt und Listungen in einer Vielzahl von Buchungsplattformen. Die damit verbundenen Kosten für Internetpräsenz und Darstellung des Angebotes sowie relativ hohen Gebühren der Plattformen schrecken finanziell nicht potente Marktteilnehmer oft ab.

Airbnb stellt eine ideale, kostenminimierende Möglichkeit selbst für wenig mit dem Internet vertraute Anbieter dar. Seit der Gründung 2008 ist die Plattform in den letzten Jahren außerordentlich erfolgreich geworden und die Anzahl der über sie abgeschlossenen Buchung rasant gestiegen. Waren es anfangs vor allem Private, die Teile ihrer Wohnung als Quartier für Städtereisende anboten, findet sich mittlerweile von der privaten Wohnung bis hin zu Ferienhäusern ein breites Angebot. In nichtstädtischen Tourismusregionen sind es neben Privatanbietern vor allem professionelle Anbieter von Ferienwohnungen, die airbnb als Chance erkannt haben. Im Gegensatz zu vielen Privatzimmervermietern, für die airbnb eigentlich maßgeschneidert erscheint. Im Jahr 2015 wurde airbnb in Tirol nur von weniger als 1.000 Anbietern genutzt. In der Schweiz wurden im gleichen Zeitraum über airbnb rund 300.000 Nächtigungen erzielt.

Airbnb besticht unter anderem durch ihre einfache Handhabbarkeit, die geringen Buchungsgebühren von drei Prozent für Vermieter sowie die personalisierte Darstellung der Gastgeber. Während Hotels oft gesichtslos bleiben müssen, tritt bei airbnb der Vermieter in den Vordergrund, mit ein Buchungsmotiv für viele airbnb Nutzer.

Anders als Buchungsplattformen stellt Airbnb sich als Community dar, die eine vertrauensvolle Beziehung von Reisenden und Vermietern schafft. Individualität, Gastlichkeit und Gastfreundschaft stehen im Vordergrund. Qualitäten, die Kernkompetenzen von Privatvermietern darstellen. Die Anbieter selbst werden im Unterschied zu machtvoll auftretenden Buchungsplattformen nicht mit Bestpreisgarantien, teils verwirrenden Verkaufsregeln oder restriktiven Zahlungsbedingungen belastet. Damit schafft Airbnb ohne hohe Kosten für Gast wie Vermieter ein ideales Umfeld, in dem durch persönliche Kommunikation langfristige und damit nachhaltige Kontakte aufgebaut und gehalten werden.

Gut aufbereitete Informationen, aktuelle Angebote und ansprechende Fotos stellen den Schlüssel für einen erfolgreichen Marktauftritt dar. War es für Vermieter früher oft nur mit professioneller Hilfe möglich, diesen Anforderungen zu genügen, leitet airbnb seine Nutzer anhand eines denkbar einfachen Zugangs durch die notwendigen Schritte. Und er erhält die gar nicht hoch genug zu bewertende Chance für eine authentische Rückmeldung des Gastes.

Denn neben der ansprechenden wie schnellen Präsentation airbnb’s auf PCs, Tablets und Smartphones – eine Leistung, an der viele arrivierte Buchungsplattformen noch scheitern – bringen Bewertungen durch den Gast einen entscheidenden Marktvorteil. Wer gut mit seinem Gast umgeht, bekommt die dementsprechende Rückmeldung, wird gefunden und für gut befunden, und darf mit Folgebuchungen rechnen. Dem Vermieter steht auch die Möglichkeit offen, im Netz mit seinem Gast sichtbar in Kontakt zu bleiben, was insbesondere bei negativen Bewertungen mehr Chance als Herausforderung darstellt.

Die Bewertung des eigenen Angebots wie auch die Vergleichbarkeit mit anderen Mitbewerbern könnten die Hauptgründe für die noch zaghafte Nutzung von airbnb in Tirol sein. Wer sich deshalb nicht im Netz präsentiert, vermindert seine Marktchancen immens. Obwohl es ihm mit airbnb so leicht wie nie zuvor gemacht wird, gefunden und gebucht zu werden.
Aus diesen und anderen Gründen tummeln sich auf dieser Plattform leider auch „schwarze Schafe“, die die gesetzlichen Auflagen und Bestimmungen der Vermietung nicht erfüllen. Dies wirkt wettbewerbsverzerrend und ist nicht im Sinne jener Vermieter, die ordnungsgemäß arbeiten. Deshalb müsste gewährleistet werden, dass für alle, die mit dieser Plattform arbeiten die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen Grundvoraussetzung ist, damit Wettbewerbsgleichheit herrscht.

Unsere Mitglieder des Privatvermieterverbandes Tirol erfüllen alle Kriterien und wir freuen uns euch zahlreich auf dieser Plattform zu finden.

Rückfragen & Kontakt:

Theresia Rainer
info@privatvermieter-tirol.at
Tel.: 0664 394 1662

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