Sharing Economy-Gesetz im Tourismus: Wien wird zur Benchmark, laufende Evaluierung nötig

ÖHV (Wien): Nach der Novelle des Tourismusförderungsgesetzes lässt sich nichts mehr unter dem Deckmantel des Datenschutzes verbergen.

Wien (TP/OTS) - Durch Online-Vertrieb kann man aus Immobilien besonders günstig Kapital schlagen. Die Stadt Wien hat darauf reagiert und das Tourismusförderungsgesetz novelliert:
Sharing-Plattformen sollen künftig die Vermieter offenlegen. Wer von Tourismuswerbung und Infrastruktur profitiert, muss einen Beitrag leisten. Dem gewinnt die Branche viel ab, erklärt Michaela Reitterer, Präsidentin der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV): „Die Balance zwischen fair verteilter Steuerlast auf der einen Seite und dem Totschlagargument des Datenschutzes auf der anderen ist nicht einfach. Aber sie ist der Stadt gelungen.“ Mit der Novellierung lässt sich nichts mehr unter dem Deckmantel des Datenschutzes verbergen:
„Das hat ja allen geschadet, die sich an die Regeln halten, und das ist jetzt vorbei“, freut sich Reitterer auf den wichtigen Schritt in Richtung level playing field.

Benchmark Wien

Damit holt die Bundeshauptstadt die Sharing Economy aus dem Graubereich (was auch im Interesse der Hosts liegt) und setzt Standards: „Da ist Wien den anderen Bundesländern einen Schritt voraus und wird in dem Bereich auch international zur Benchmark“, so Reitterer.

Laufende Evaluierung notwendig

Den Plattformen und Hosts lässt Wien ein halbes Jahr zur Umstellung. Sogar Pauschalierungen sind künftig möglich: „Das ist eigentlich mehr als man erwarten kann – eine sehr faire Lösung!“ Für eine abschließende Bewertung ist es Reitterer zu früh: „Dazu entwickelt sich das Umfeld viel zu schnell. Wir werden das laufend beobachten und nachjustieren müssen.“ Wichtig ist Reitterer dabei, dass Innovation nicht gebremst wird: „Das kann keiner wollen. Aber wenn die Start-ups aus der staatlich geförderten Kinderstube draußen sind, sollen sie sich wie alle anderen ernstzunehmenden Marktteilnehmer an der Aufrechterhaltung des Systems beteiligen. Das ist nicht zu viel verlangt.“

Ein Portraitbild von ÖHV-Präsidentin Michaela Reitterer finden Sie hier: http://www.tourismuspresse.at/redirect/oehv_Michaela_Reitterer, weitere Pressemeldungen und Bildmaterial unter www.oehv.at/presse

Rückfragen & Kontakt:

Martin Stanits
Leiter Public Affairs & Research
T: +43 1 533 09 52 20
martin.stanits@oehv.at
www.oehv.at

TP-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.TOURISMUSPRESSE.AT | T150001