ÖHV an Gewerkschaft: Schluss mit dem Bashing, packt an!

Das Tourismus-Bashing der Gewerkschaft vida soll von der fehlenden Problemlösungskompetenz ablenken.

Wien (TP/OTS) - Michaela Reitterer, Präsidentin der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV), stellt klar: „Das ununterbrochene Tourismus-Bashing der Gewerkschaft vida ist sehr bedauerlich. Damit ist niemandem geholfen“ In anderen Branchen – auch mit vergleichbaren Arbeitsbedingungen, hohen Anteilen von Arbeitern und ungelernten Kräften und entsprechenden Durchschnittslöhnen, sei es der Bau, der Handel, die Reinigung oder andere – sind derartige Rundumschläge von Gewerkschaften unbekannt.

Metaller-Gewerkschaft als Benchmark

Der Vergleich mit der mitgliederstarken Metaller-Gewerkschaft macht sicher: Die einen erreichen Verbesserungen, die anderen suchen mediale Aufmerksamkeit durch das Hinhacken auf die eigene Branche. Die Industrie-Gewerkschaften einigen sich mit den Arbeitgebern regelmäßig auf Erleichterungen wie die Gruppenbesteuerung oder höhere Forschungsprämien, die dann politisch umgesetzt werden: „Solche Erfolge sind im Tourismus undenkbar, weil die Gewerkschaft am Feindbild Arbeitgeber festhält“, bedauert Reitterer. Wer so viel erreicht wie die Metallergewerkschaft, muss nur einmal im Jahr Muskeln zeigen, bei den KV-Verhandlungen. Das ist eine Benchmark. Wer politische Erfolge der vida für ihre Mitglieder sucht, geht leer aus. Davon können auch die aggressive Rhetorik und die Arbeitgeberbeschimpfung nicht ablenken.

Wer am Wochenende arbeitet, ist Gewerkschaftsmitglied zweiter Klasse?

Nur Rhetorik war offenbar auch der von Tusch angekündigte Arbeitsmarktgipfel. Mit Ergebnissen im Sinne der Mitglieder ist bedauerlicherweise nicht zu rechnen. Dabei wäre das genauso wichtig wie eine vernünftige Agenda abseits der klassischen vida-Kampfrhetorik. Tatsächlich es gibt noch nicht einmal einen Terminvorschlag. Konkrete Maßnahmen, die den Mitarbeitern das Arbeiten erleichtern, liegen auf der Hand: In vielen Betrieben – nicht nur im Tourismus – wird abends und am Wochenende gearbeitet, Kinderbetreuung gibt es da aber nicht. Die Mitarbeiter in diesen Betrieben finanzieren die Kindergärten zwar mit ihrem Steuergeld, ein Recht auf Kinderbetreuung haben aus Sicht der Gewerkschaft aber nur die, die 9 to 5 arbeiten. Alle anderen sind Gewerkschaftsmitglieder zweiter Klasse. Problemlösungen sind nicht Sache der Gewerkschaft, nur Kampfrhetorik

„Hausgemachter“ Mitarbeitermangel?

Ob der Mitarbeitermangel im Tourismus hausgemacht sei? Wenn, dann nur, weil die Unternehmer ihr Angebot ausbauen und so viele Mitarbeiter einstellen: Branchen, die kaum wachsen oder sogar Mitarbeiter abbauen, haben da weniger Druck. Im Tourismus kommt auf 35 bestehende Arbeitsplätze eine dem AMS gemeldete offene Stelle, in der Gesamtwirtschaft auf 85.

Gewerkschaft sind Golden Handshakes lieber als Arbeitsplätze

„Trotzdem oder gerade deswegen: Tourismusbetriebe, die laufend neue Arbeitsplätze schaffen, bekommen von der vida eins ums andere Mal eine auf das mediale Hinterhaupt. Wo im großen Stil Arbeitsplätze abgebaut werden, gibt es dagegen das beste Einvernehmen“, bedauert Reitterer. Offenbar sind Gewerkschaften Golden Handshakes lieber als das Schaffen von Arbeitsplätzen.

ÖHV – Die Interessenvertretung der österreichischen Hotellerie

Die ÖHV vertritt als unabhängige Interessenvertretung rund 1.400 Betriebe in ganz Österreich. Mit rund 160.000 Betten haben ihre Mitglieder rund zwei Drittel der 4- und 5-Sterne-Betten Österreichs für ihre Gäste im Angebot. Pro Jahr erwirtschaften die ÖHV-Betriebe etwa 3 Mrd. Euro, alle Tourismus- und Freizeitbetriebe zusammen 15 % des Bruttoinlandsprodukts.

Ein Portraitbild von ÖHV-Präsidentin Michaela Reitterer finden Sie hier: http://bit.ly/2fnaXbz

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