ÖHV zu 1.500 Euro Mindestlohn: Netto zählt, nicht brutto!

Wenn der Arbeitgeber 1.958 Euro überweist, dem Mitarbeiter aber nur 1.199 Euro bleiben: Das ist Österreich, wo sich Staat und Kammern aus Lohnerhöhungen finanzieren.

Wien (TP/OTS) - „Kümmert euch um die, die jeden Tag früh aufstehen und arbeiten gehen. Gebt ihnen das Geld, das sie verdienen“, wünscht sich ÖHV-Präsidentin Michaela Reitterer von der Gewerkschaft Taten statt Worte und ernstzunehmendes Engagement für höhere Nettolöhne:
„Runter mit den Steuern und Umlagen!“ 1500 Euro Mindestlohn sind in der Hotellerie längst fixiert: „Schluss mit der Inszenierung! Packt die Nebelgranaten wieder ein und seht zu, dass die Mitarbeiter mehr von dem bekommen, was wir ihnen Monat für Monat überweisen“, so die Arbeitgebersprecherin.

Die größten Profiteure von Lohnsteigerungen: Staat und Kammern

Von 1.500 Euro brutto bekommt ein Arbeiter 1.199 Euro netto. Wer kassiert die Differenz zu den 1.958 Euro, die der Arbeitgeber überweist? Staatliche und halbstaatliche Institutionen leben gut davon, wer arbeiten geht, weniger: „Das ist Österreich. Und statt Stopp zu schreien macht die Gewerkschaft mit bei einem Spiel, bei dem ihre Mitglieder Monat für Monat draufzahlen“, verweist Reitterer auf die Profiteure jeder KV-Steigerung: die umlagenfinanzierten Verhandler.

Top-Hotels gut aufgestellt, doch breite Mitte kann noch höhere Löhne nicht finanzieren

Wie eine aktuelle Branchenanalyse der ÖHV zeigt, sind die Einnahmen der Hotels in fünf Jahren um 27 % gestiegen, die Gesamtkosten um 29 % und die Mitarbeiterkosten 32 %: Der Durchschnitt leidet, jede weitere Belastung vernichtet Arbeitsplätze. Als nächstes fordert die Gewerkschaft 1.700 Euro Mindest-KV: „Die Top-Hotels stehen ja gut da, aber wie sollen sich Durchschnittsbetriebe das leisten können?“, fordert Reitterer Augenmaß statt der Gefährdung von Arbeitsplätzen.

Schulterschluss bei Lohnnebenkostensenkung wichtig, aber rasche Umsetzung nötig

Dass nun auch ÖGB-Präsident Foglar fordert, Wohnbauförderung, Familienlastenausgleichsfonds und Kommunalsteuern nicht mehr von Löhnen und Gehältern abzuziehen, freut Reitterer, aber das reicht nicht: „Weil niemand eine Regierung und ihre Vorfeldorganisationen an Forderungen misst, sondern an dem, was sie umsetzen.“

ÖHV – die Interessenvertretung im Tourismus

Die ÖHV vertritt als unabhängige Interessenvertretung rund 1.400 Betriebe in ganz Österreich. Mit rund 160.000 Betten haben ihre Mitglieder rund zwei Drittel der 4- und 5-Sterne-Betten Österreichs für ihre Gäste im Angebot. Pro Jahr erwirtschaften die ÖHV-Betriebe etwa 3 Mrd. Euro, alle Tourismus- und Freizeitbetriebe zusammen 15 % des Bruttoinlandsprodukts.

Ein Portraitbild von ÖHV-Präsidentin Michaela Reitterer finden Sie hier: https://goo.gl/mwChwI

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