Von wegen weniger Bürokratie: Package-Reisen werden komplizierter und teurer

Anbietern und Käufer von Pauschalreisen in Österreich haben es bald unnötig schwer. Internationale Online-Plattformen bleiben weiter klar im Vorteil.

Wien (OTS) - Am Mittwoch beschloss der Nationalrat ein Gesetz gegen sinnlose Gesetze und am Donnerstag, dass Bestandteile von Pauschalreisen getrennt verrechnet und bezahlt werden müssen. Also genau das Gegenteil. Die Alternative dazu: eine Kostenlawine für die zusätzliche Versicherungen von Risiken, die selten bis nie eintreten. „Welche Versicherung sich den Aufwand für dieses Groscherlgeschäft antun soll, hat sich in der EU natürlich niemand überlegt“, hinterfragt Dr. Markus Gratzer, Generalsekretär der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV). Was bisher einwandfrei funktionierte, wird unnötig verkompliziert. „Welchen Vorteil das bringen soll, versteht niemand: Mehraufwand ohne Mehrwert und ein klarer Nachteil gegenüber Deutschland, das diesen Mehraufwand vermieden hat: „Es geht auch so.“ In Österreich ist das Wirtschaftsministerium für die Insolvenzabsicherung zuständig. Gratzer hofft auf eine praxisnahe Umsetzung.

Sharing Economy und Gewerbeordnung

Unklar ist, welche Lobby hinter diesem Angriff auf österreichische Konsumenten UND Anbieter steckt: „Aber sie muss mächtig sein, wenn sie so ein sinnloses Gesetz durch den Nationalrat bringt.“ Klar ist, dass die Sharing Economy davon profitiert: „Die kümmert sich nicht um Gesetze. Die sagen, sie sind ein Marktplatz und die Hosts sind an allem schuld. Da wird sicher nicht nachgeprüft, wie einzelne Leistungen verrechnet werden. Und es wird wohl auch keine Insolvenzabsicherung verlangt.“ Helfen würde eine zeitgemäße Gewerbeordnung, die die künstliche Trennung zwischen gewerblichen Anbietern und Privatanbietern überwindet: „Wir können nicht so tun, als ob die Plattformen nicht existieren. Das ist nicht mehr zeitgemäß. Gut, dass die Gewerbeordnung noch nicht novelliert wurde. Vielleicht überdenken die Verantwortlichen das noch einmal“, so Gratzer.

ÖHV – die Interessenvertretung im Tourismus

Die ÖHV vertritt als unabhängige Interessenvertretung ca. 1.400 Betriebe in ganz Österreich, die mit rund 160.000 Betten rund 2/3 der 4- und 5-Sterne-Betten Österreichs für ihre Gäste im Angebot haben. Pro Jahr erwirtschaften sie 3 Mrd. Euro, alle Tourismus- und Freizeitbetriebe zusammen 15 % des Bruttoinlandsprodukts.

Ein Portraitbild von ÖHV-Generalsekretär Dr. Markus Gratzer finden Sie hier: https://goo.gl/Qbd61Y

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