Der Beschäftigungsbonus: von der ersten Ankündigung bis dato ein „Rohrkrepierer“?

Das geplante Volumen von zwei Milliarden Euro für diesen ominösen Bonus sollte für eine ehrliche und faire Abgabensenkung verwendet werden

Unsere Betriebe werden mit schwachen Renditen bestraft, während die Mitarbeiter selbst dabei zu wenig verdienen! Zwei Drittel der Finanzierung von Bund, Ländern und Gemeinden profitieren von der Besteuerung der menschlichen Arbeit. Zusätzlich hängt das gesamte Sozialsystem an diesen lohnabhängigen Abgaben
Thomas Reisenzahn
Als Prodinger Steuerberatung, die tausende Hotelmitarbeiter im jetzigen komplizierten Steuersystem verrechnen muss, fordern wir als einen ersten Schritt eine einfachere pauschalierte Abführung der Lohnkosten. Das wäre ein gutes Vorhaben für die neue Regierung - kostet nicht viel und bringt einiges!
Stefan Rohrmoser

Wien (OTS) - Beim Beschäftigungsbonus handelt sich um eine Maßnahme, die bereits in einem Monat in Kraft treten soll. Bis dato liegt allerdings noch kein gesetzlich fundiertes Papier vor. Am 22. Juni soll die Thematik erst im Wirtschaftsausschuss behandelt werden.

Im Regierungsprogramm, das noch mit anderen Akteuren ausgehandelt wurde, ist man davon ausgegangen, dass folgende Personengruppen einen Beschäftigungsbonus erhalten: Neu eingestellte Mitarbeiter, die in Österreich gearbeitet haben und beim AMS als Arbeitslose registriert waren, Schul- und Hochschulabgänger, Jobwechsler oder Ausländer mit einer Rot-Weiß-Rot Card. Die Kammer der Wirtschaftstreuhänder hat unmittelbar nach Veröffentlichung dieser Pläne ihre Bedenken gegenüber dem EU-Beihilfenrecht deutlich gemacht.

Ein Beschäftigungsbonus mit Herausnahme der Saisonhotellerie ist kontraproduktiv und bestraft die Betriebe, die für Beschäftigung gesorgt haben

Die Situation ist für eine Mitarbeiterbranche, die auf hochwertigen Dienstleistungen beruht, äußerst unbefriedigend. "Unsere Betriebe werden mit schwachen Renditen bestraft, während die Mitarbeiter selbst dabei zu wenig verdienen! Zwei Drittel der Finanzierung von Bund, Ländern und Gemeinden profitieren von der Besteuerung der menschlichen Arbeit. Zusätzlich hängt das gesamte Sozialsystem an diesen lohnabhängigen Abgaben", erklärt der GF der Prodinger Tourismusberatung, Thomas Reisenzahn.

Ein zukunftsfähiges Abgabensystem sehe anders aus. "Wir brauchen dringend weitere Strukturreformen innerhalb des Systems. Die geplanten Mittel sollten für eine ´ehrliche´ Lohnnebenkostensenkung verwendet werden", betont der GF der Prodinger Steuerberatung, Stefan Rohrmoser: "Als Prodinger Steuerberatung, die tausende Hotelmitarbeiter im jetzigen komplizierten Steuersystem verrechnen muss, fordern wir als einen ersten Schritt eine einfachere pauschalierte Abführung der Lohnkosten. Das wäre ein gutes Vorhaben für die neue Regierung - kostet nicht viel und bringt einiges!"

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