Bergsteigerdörfer ohne Grenzen

Bereits vier alpine Vereine unterstützen die Initiative für einen sanften Tourismus

Innsbruck (OTS) - Die Initiative "Bergsteigerdörfer" kennt keine Grenzen und wird 2017 noch internationaler: Zu Österreich und Deutschland gesellen sich jetzt auch Südtirol und Slowenien als Projektpartner. Vier weitere Bergsteigerdörfer werden demnächst ausgezeichnet. Für das zukunftsträchtige Netzwerk zur Entwicklung eines alternativen und naturnahen Tourismus im Alpenraum bedeutet dies eine enorme Stärkung. 

26 Orte – 1 Netzwerk – 1 Ziel

Nach dem Deutschen Alpenverein (DAV) sind nun auch der Alpenverein Südtirol (AVS) und der Slowenische Alpenverein (PZS) gleichwertige Partner im Projekt des Österreichischen Alpenvereins (ÖAV). In Zukunft präsentieren sich die Bergsteigerdörfer als ein länder-, regionen- und kulturübergreifendes Netzwerk aus 26 ursprünglichen und naturbelassenen Orten. Ihr gemeinsames Ziel ist klar: Natur schützen, alpine Kultur und Tradition bewahren, sanften Tourismus fördern und Attraktivität im ländlichen Raum stärken!

In enger Zusammenarbeit mit Alpenkonvention, dem Bundesministerium für ein lebenswertes Österreich und dem Fonds für Ländliche Entwicklung konnte der Österreichische Alpenverein vor rund zehn Jahren das Leuchtturmprojekt "Bergsteigerdörfer" etablieren. Damals wie heute zeigen die Bergsteigerdörfer die Möglichkeiten einer alternativen Tourismusentwicklung für den Alpenraum auf. Heute ist dieses Ziel so aktuell wie noch nie: Skigebiete expandieren, der Event-Tourismus boomt und naturbelassene Räume für den naturnahen Tourismus werden knapper.

Der Kreis der Bergsteigerdörfer ist zwar aufgrund strikter Kriterien überschaubar und exklusiv. Gleichzeitig werden die Gemeinden durch ihre vereinte Überzeugung und Verpflichtung zum Naturschutz für einen wichtigen Impuls zur nachhaltigen Entwicklung im Alpenraum sorgen.  

Neue Bergsteigerdörfer in Deutschland: Ausweitung in den Chiemgau und das Mangfallgebirge

Das Netzwerk der Bergsteigerdörfer erhält dieses Jahr mit Sachrang, Schleching und Kreuth starken Zuwachs.

Die Chiemgauer Orte Schleching und Sachrang werden am 21. Juli 2017 feierlich die Bergsteigerdorf-Deklaration auf der Priener Hütte des DAV unterzeichnen. Für prominente Unterstützung bei diesem Festakt sorgen die bayerische Umweltministerin Ulrike Scharf, die bayerische Wirtschaftsministerin Ilse Aigner und der Generalsekretär der Alpenkonvention Markus Reiterer.

Schleching und Sachrang sind einmalig in der Geschichte der Bergsteigerdörfer. Die beiden Orte haben sich für eine gemeinsame Bewerbung entschieden, obwohl sie in benachbarten Tälern liegen und unterschiedlichen Landkreisen sowie Tourismusverbänden angehören. Schleching und Sachrang setzen den Fokus damit nicht nur auf die eigene touristische Entwicklung, sondern auf die nachhaltige Entwicklung der gesamten Region.

Eine große Gemeinsamkeit spielte bei der Bewerbung übrigens eine große Rolle: Zwischen beiden Gemeinden liegt der Geigelstein. In der Vergangenheit hat dieser ebenso geschichtsträchtige wie beliebte Wanderberg Schleching und Sachrang getrennt. Unter dem Dach der Bergsteigerdörfer bringt er zwei unterschiedliche Täler zusammen.

In den Startlöchern steht die Gemeinde Kreuth südlich des Tegernsees im Mangfallgebirge. Kreuth erfüllt die Kriterien und die grundsätzliche Eignung wurde durch die alpinen Verbände ausgesprochen. Bis zur Aufnahme im Frühjahr 2018 erarbeitet die Gemeinde Konzepte zur Verbesserung des sanften Tourismus und Naturschuwww.bergsteigerdoerfer.at gelistet.

Alpenkonvention auch in Zukunft ideeller Unterstützer

Die Bergsteigerdörfer sind seit September 2016 als offizielles Umsetzungsprojekt der Alpenkonvention anerkannt. Dies wurde durch die Unterzeichnung des "Memorandum of Understanding" in Vent durch Österreichischen Alpenverein und Alpenkonvention besiegelt. Damit geht auch die Verpflichtung einher, die Protokolle der Alpenkonvention noch konsequenter umzusetzen.

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Rückfragen & Kontakt:

ÖAV: Gerold Benedikter, Abteilung Öffentlichkeitsarbeit,
+43 (0)512/59547-11, presse@alpenverein.at
DAV: Dr. Tobias Hipp, Ressort Naturschutz und Kartographie,
+49 (0)89/14003-392, tobias.hipp@alpenverein.de
AVS: Anna Pichler, Referat für Natur & Umwelt,
+39 0471 303 199, natur-umwelt@alpenverein.it
Alpenverein Slowenien (PZS): Miro Eržen, Vizepräsident PZS,
+386 (0)1 4345 680, miro.erzen@pzs.si

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