ÖHV-Reitterer: Ländlichen Raum neu denken, rasch handeln!

Landflucht verhindern heißt bessere Rahmenbedingungen für alle Erwerbstätigen – nicht nur, aber gerade auch im Tourismus.

Wien (OTS) - Bis 2030 soll laut Statistik Austria die Bevölkerung im ländlichen Raum um bis zu 11 % zurückgehen. „Gegen den schleichenden Tod des ländlichen Raums muss mehr getan werden“, fordert Michaela Reitterer, Präsidentin der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV), die Politik zum Handeln auf: Konzepte nicht nur ausarbeiten, sondern umsetzen. Es geht um Ortskerne und Gewerbegebiete, um Gasthäuser, Schulen und vieles mehr: „Das beginnt bei einer Politik für statt gegen Arbeitgeber und geht hin bis zum Breitbandausbau. Konzepte sind ja da. Jetzt heißt es sie nachschärfen und umsetzen statt schleifen lassen.“

Arbeitgeber im ländlichen Raum stärken

Zentrales Motiv für die Landflucht sind Karrieren und Verdienstmöglichkeiten. Ein Fokus auf Arbeitsplätze ist daher unerlässlich, verweist die Branchensprecherin „nicht nur, aber natürlich auch auf den Tourismus als unverzichtbare Leitbranche in vielen Regionen.“ Von der Politik wünscht Reitterer sich, dass sie nicht erst dann reagiert, wenn es zu spät ist. Denn es ist ein intakter Arbeitsmarkt, der die Landflucht bremst. Rahmenbedingungen müssten adaptiert werden. Dazu gehört Kinderbetreuung nach Maß genauso wie leistbares Wohnen: „Da hat die Politik zwei Hebel. Erstens Steuern auf Arbeit senken: Wem mehr bleibt, der kann man sich mehr leisten. Zweitens Schluss mit der Zweckentfremdung von Wohnraum. Die Verknappung des Angebots verteuert Wohnen.“

Mitarbeiterintensive Traditionsbetriebe: nicht weniger wert als Start-ups

Orientieren müsse man sich bei Arbeitsplatz-Offensiven im ländlichen Raum an Förderungen für Start-ups: „Mikro-Betriebe und mittelständische Unternehmen dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden, sondern einander ergänzen. Die besten Förderungen helfen Start-ups und Grown-ups, mitarbeiterintensiven Traditionsbetrieben und EPUs. Das Optimum wäre eine umfassende finanzielle, aber auch bürokratische Entlastung von Arbeit.“

Streichung der Energieabgabenvergütung: Strafsteuer für den Tourismus

„Wo wir Arbeitsplätze brauchen, dürfen wir dem Tourismus keine Steine in den Weg legen“, verweist Reitterer auf die Streichung der Energieabgabenvergütung für Dienstleister durch die Regierung Faymann, die von Finanzminister Schelling und Bundeskanzler Kern verteidigt wird: „Diese Strafsteuer für Arbeitgeber ist ein Wettbewerbsnachteil für unseren Tourismus. Das kostet Arbeitsplätze und muss rückgängig gemacht werden.“ Rot-schwarz enthalte den Dienstleistern 500 Mio. Euro vor. Statt dieser Ungleichbehandlung brauche es eine effiziente Vermarktung, eine Tourismusstrategie und mehr ÖW-Budget, verweist Reitterer auf internationale Vergleiche:
„Die Schweiz kann mit ihrer Markenpräsenz deutlich höhere Preise durchsetzen. Da lässt Österreich viel Geld liegen.“

TOURISMUS.JETZT

Die Bewußtseinskampagne „TOURISMUS.JETZT“ der ÖHV zeigt der Politik und der breiten Öffentlichkeit, was Österreichs Hotellerie und Tourismusdienstleister alles leisten und was es braucht, damit das so bleibt. Die ÖHV hat dabei 6 konkrete Themenfelder für den Tourismus aufbereite die wir in den nächsten Wochen kommuniziert werden. Weiter Informationen finden Sie unter: www.oehv.at/tourismus-jetzt

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Ein Factsheet zur Weiterentwicklung des Standortes Österreich finden Sie hier zum Download: https://goo.gl/TR9Cdu

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