Franz Hörl: Endlich eine Steueridee mit Mehrwert für den Tourismus

Kurz-Vorschlag zur Mehrwertsteuersenkung von 13 auf 10 Prozent lässt Touristiker aufatmen.

Endlich eine Steueridee mit Mehrwert für Hoteliers und Gäste. Die Korrektur ist hoch an der Zeit
Franz Hörl, Obmann des Tiroler Wirtschaftsbundes
Solchen Wahrheiten müssen wir ins Auge schauen und politisch entsprechend begegnen
Franz Hörl, Obmann des Tiroler Wirtschaftsbundes

Innsbruck (OTS) - Endlich eine Steueridee mit Mehrwert für Hoteliers und Gäste. Die Korrektur ist hoch an der Zeit“, begrüßt Franz Hörl, Landesobmann des Tiroler Wirtschaftsbundes, den jüngsten Vorstoß von Sebastian Kurz, den Mehrwertsteuer-Satz für Nächtigungen wieder von dreizehn auf zehn Prozent zu senken. Erst Ende Mai 2016 war diese Erhöhung zur Gegenfinanzierung der Steuerreform – trotz massiver Proteste der Tourismusbranche – schlagend geworden. 

„Ein dringend notwendiger Soforteffekt um unsere Branche zu entlasten und international konkurrenzfähig zu bleiben“, verweist Tirols Wirtschaftsbundobmann auf die niedrigeren Steuersätze in benachbarten Ländern. So schreibt Deutschland 7 Prozent vor, in der Schweiz sind es 3,8 Prozent, in Italien und Frankreich 10 Prozent. Generell gilt in 25 von 28 EU-Staaten ein reduzierter Mehrwertsteuersatz für die Hotellerie. Dazu komme laut Hörl der gestiegene Aufwand in der Verrechnung. „Durch die unterschiedlichen Steuersätze bei Logis und Verpflegung ist in den Hotelbetrieben ein buchhalterisches Chaos ausgebrochen“, richtet sich die Kritik Hörls auch gegen den „beständig zunehmenden bürokratischen Aufwand“. „Ich bin froh, dass Sebastian Kurz diesen Vorstoß in seinem Programm verankert hat. Er lässt unsere Branche wieder aufatmen“, so Hörl, der sich auch bei seinen Branchenkollegen und Landeshauptmann Günther Platter für ihren unermüdlichen Einsatz für den Tourismus bedankt.

Seit über einem Jahr liegt den Touristikern diese Mehrwertsteuer-Erhöhung im Magen. „Weil es den allerwenigsten Betrieben gelingt, die gestiegenen Steuerkosten an die Gäste weiterzugeben“, klärt Hörl auf. Der Preiskampf ist hart – egal ob im alpinen Sommertourismus oder der Stadthotellerie. Tatsächlich sind die heimischen Zimmerpreise, vor allem im 3- und 4-Sterne Segment, zu niedrig, um die Investitionskosten wieder zu verdienen. „Solchen Wahrheiten müssen wir ins Auge schauen und politisch entsprechend begegnen“, ist Hörl von der Notwendigkeit einer Vereinheitlichung im Mehrwertsteuer-System überzeugt. Wertschöpfung und Spannen im Tourismus hätten in vielen Betrieben „den Retourgang eingelegt“ und Investitionen gebremst. „Wer nicht nur den Tourismus, sondern den gesamten Standort nach vorne bringe will, beseitigt endlich diese Steuerungerechtigkeit, die durch das Mehrwertsteuer-Wirrwarr mitverursacht wird", so Hörl.

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