Standortturbo Lehre zünden: Keine Benachteiligung gegenüber Studenten!

ÖHV fordert von nächster Regierung adäquate Finanzierung und von der Gewerkschaft Unterstützung für zeitgemäßes Unterrichtsmaterial, eLearning und Leistungsstipendien.

Wien (OTS) - Die nächste Regierung erbt einen Arbeitsmarkt zwischen den Nachwehen der Wirtschaftskrise und den Vorboten der Digitalisierung. Einer der wenigen Treiber auf dem Arbeitsmarkt ist der Tourismus. „Damit das so bleibt, muss Schluss sein mit Belastungen für Arbeitgeber“, erinnert ÖHV-Präsidentin Michaela Reitterer an Kostentreiber wie die Streichung der Energieabgabenvergütung, längere Abschreibungsdauern, die Auflösungsabgabe und immer noch die erhöhte USt.

ÖHV: Leistungsanreize, Praxisbezug und Investitionen in Unterkünfte

Den vielleicht entscheidenden Hebel sieht Reitterer in der Zukunft der dualen Ausbildung: „Wir müssen wegkommen von immergleichen Lippenbekenntnissen hin zu einer Wertschätzung, die sich auch im Budget zeigt“, verweist Reitterer auf die soeben von der Regierungsmehrheit beschlossene 1,35 Mrd. Euro mehr für 380.000 Studenten: „Das kann nur der Anfang einer vorausschauenden Bildungs-und Beschäftigungspolitik sein. Unsere 100.000 Lehrlinge vergessen wäre ein grober Fehler“, fordert sie gleiche Chancen und eine vergleichbare Finanzierung für die duale Ausbildung.

Leistungsanreize, Praxisbezug und Investitionen in Unterkünfte und Unterrichtsmaterial

„Und eines ist klar: Eine kleine Überschrift im Regierungsprogramm reicht da nicht – das muss sich im Budget widerspiegeln. Das ist nicht nur ein Zeichen der Wertschätzung, das ist eine Investition in die Zukunft und in die Qualität von Standort und Mitarbeitern“, so Reitterer. Es brauche mehr Mittel für zeitgemäßes Unterrichtsmaterial, Unterkünfte und auch Leistungsstipendien: „So wie im akademischen Bereich brauchen wir echte Leistungsanreize für Berufsschüler. Es gibt keinen Grund, sie gegenüber Studierenden zu benachteiligen!“

Mehr Praxisbezug & eLearning

„Eine Lehre kann nur dann der Start für 45 Jahre Karriere sein, wenn unsere Lehrlinge heute lernen, wie sie morgen und übermorgen arbeiten“, wünscht Reitterer sich noch mehr Praxisbezug im Unterricht, schon bei der Ausarbeitung des Lehrstoffs und laufende Adaptierungen. Die Vernetzung zwischen Berufsschule, Betrieben und Lehrlingen könne durch digitale Medien und eLearning verstärkt werden. Die Digitalisierung verändert Rahmenbedingungen für Unternehmen in Halbjahreszyklen, das muss sich auch bei der Lehre wiederspiegeln. Dafür braucht es Agilität und starken Praxisbezug. Unverzichtbar seien daher Anreize für Praktiker, sich in der theoretischen Ausbildung zu engagieren.

Reitterer: Lehrlinge brauchen Rückenwind von Gewerkschaft und nächster Bundesregierung

Reitterer hätte dabei gerne auch die Gewerkschaft an Bord: „Sie ist ein wichtiger Gesprächspartner, vergleichbar mit der ÖH bei der Erhöhung des Uni-Budgets.“ Auch die Lehrlinge brauchen dringend Unterstützung. „Die der ÖHV haben sie, wir sind gemeinsam gefordert“, hält Reitterer fest. Dass die Umsetzung mit der nächsten Regierung steht und fällt, ist ihr bewusst: „Arbeitgeber und Arbeitnehmer werden ihre Wünsche an die nächste Regierung deponieren. Bei uns steht die Zukunft der Lehre sehr weit oben.“

TOURISMUS.JETZT

Die Bewusstseinskampagne „TOURISMUS.JETZT“ der ÖHV zeigt der Politik und der breiten Öffentlichkeit, was Österreichs Hotellerie und Tourismusdienstleister alles leisten und was es braucht, damit das so bleibt. Die ÖHV hat dabei 6 konkrete Themenfelder für den Tourismus aufbereite die wir in den nächsten Wochen kommuniziert werden. Weiter Informationen finden Sie unter www.oehv.at/tourismus-jetzt

Ein Factsheet zur zum Thema „Aus- & Weiterbildung“ finden Sie hier zum Download: https://goo.gl/SWCtHF

Ein Portraitbild von ÖHV-Präsidentin Michaela Reitterer finde Sie hier: https://goo.gl/vvhzde

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