ÖHV-Reitterer: Brauchen Regierung mit Plan für mehr Freiheit in Arbeit und Freizeit

ÖHV-Präsidentin Reitterer fordert von den wahlwerbenden Parteien eine echte Senkung der Lohnnebenkosten und von der Gewerkschaft Unterstützung.

Wien (OTS) - Um 8,7 % mehr Beschäftigte als 2008? In Österreich? Wer diese Zahlen in Frage stellt, tut es zu recht: Die Zahl der Beschäftigten in der Gesamtwirtschaft ist seit Beginn der Krise um 0,2 % gesunken. Das Plus von 8,7 % gibt es aber – im Tourismus, bestätigt Michaela Reitterer, Präsidentin der Österreichischen Hoteliervereinigung: „Entlastet die nächste Regierung auch KMU im Tourismus, können wir in den kommenden Jahren viele offene Stellen anbieten. Gibt es für uns wie bisher Belastungen wie die Auflösungsabgabe und Unterstützungen nur für Konzerne und Start-ups, wird es auf dem Arbeitsmarkt nicht einfacher werden.“

Einteilungssache Arbeitszeit

Konkret erneuert Reitterer den Wunsch von Arbeitgebern und Arbeitnehmern in allen Branchen nach flexibleren Arbeitszeiten:
„Speziell für die Gewerkschaft, bitte nicht falsch verstehen: Es geht nicht um mehr Arbeit, sondern um bessere Einteilung von gleich viel Wochenarbeitszeit. Das wollen auch Mitarbeiter, die sich so die Kinderbetreuung besser einteilen können oder unnötige Wegzeiten ersparen“, versucht Reitterer künstliche Aufregung zu vermeiden: „Was meinen Mitarbeitern hilft, hilft auch euren Mitgliedern.“ Die derzeitige Regelung bevormundet Mitarbeiter, anstatt sie zu beschützen.

Einteilungssache 2: Kinderbetreuung

Jeder dritte unselbständig Erwerbstätige arbeitet am Wochenende, bei den Selbständigen ist es jeder zweite: Daran müsse sich die Kinderbetreuung orientieren statt an 9 to 5-Jobs. Wie die Kinderbetreuung im Detail ausgebaut werden soll, würde Reitterer bei Arbeitgebern und Arbeitnehmern erheben: „Nicht ob, sondern wie. Und bitte fragen wir die Betroffenen direkt, nicht irgendwelche vermeintlichen Repräsentanten.“

Arbeitswillen belohnen: Mobilitäts- und Umzugsprämien

Derzeit kommen in Österreich auf eine offene Stelle im Westen 30 Arbeitslose im Osten. Das wäre nicht notwendig, meint Reitterer und verweist auf effektive Maßnahmen wie Mobilitäts- und Umsiedlungsprämien für Arbeitsuchende, die offene Stellen in entfernteren Regionen annehmen. „Wenn wir einen Bruchteil des Arbeitslosengelds zur Abgeltung höherer Lebenskosten für Zweitwohnsitze oder für Übersiedlungen zur Verfügung stellen, sparen wir viel Geld und halten die Menschen in Beschäftigung“, so Reitterer. Vorstellbar seien unter diesem Titel auch Impulsförderungen für Mitarbeiterunterkünfte.

Lohnnebenkosten echt senken & Rot-Weiß-Rot-Karte für Tourismus, sonst Schicht im Schacht!

Für Regionen mit saisonal hohem Gästeaufkommen, aber wenigen Bewohnern, sei eine Rot-Weiß-Rot-Karte für den Tourismus unverzichtbar: „Viel wichtiger als eine Rot-Weiß-Rot-Karte für ein paar Nerds, die lieber im Silicon Valley arbeiten, wäre sie für Anpacker im Tourismus.“ Tourismusorte mit 1.000 Einwohnern und 4.000 Arbeitsplätzen brauchen Mobilität, Flexibilität und Saisonniers:
„Denn ohne die Leitbetriebe und ihre internationalen Gäste ist in vielen Tälern bald Schicht im Schacht.“ Unverzichtbar ist eine Lohnnebenkostensenkung über Entlastungen im Nachkommastellenbereich hinaus: „Da fehlt mir der spürbare Wille zur Umsetzung bisher.“

TOURISMUS.JETZT

Die Bewusstseinskampagne „TOURISMUS.JETZT“ der ÖHV zeigt der Politik und der breiten Öffentlichkeit, was Österreichs Hotellerie und Tourismusdienstleister alles leisten und was es braucht, damit das so bleibt. Die ÖHV hat dabei 6 konkrete Themenfelder für den Tourismus aufbereite die wir in den nächsten Wochen kommuniziert werden. Weiter Informationen finden Sie unter www.oehv.at/tourismus-jetzt

Ein Factsheet zur zum Thema „Arbeitsmarkt der Zukunft“ finden Sie hier zum Download: https://goo.gl/dVAzx5

Ein Portraitbild von ÖHV-Präsidentin Michaela Reitterer finde Sie hier: https://goo.gl/vvhzde

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