25 Jahre Nationalpark Hohe Tauern in Tirol - Vom Naturschutzkonflikt zur Naturschutz-Erfolgsgeschichte

Am Fuße des höchsten Bergs Österreich (Großglockner) feierten HBM Andrä Rupprechter und Tirols LH Günther Platter mit hunderten Gästen 25 Jahre Nationalpark Hohe Tauern in Tirol

Matrei in Osttirol (OTS) - „Der Nationalpark Hohe Tauern ist ein wichtiges Mitglied der Nationalpark-Familie, welche die größten Schätze unseres Landes – „unser Naturerbe“ - für uns und folgende Generationen bewahrt“, so Bundesminister Rupprechter anlässlich der Jubiläumsveranstaltung am 15. September 2017. „Der Nationalpark steht für den Schutz der unvergleichlichen Natur in dieser Region, Wissensvermittlung auf höchstem Niveau, für Wissenschaft und Forschung und seinen besonderen Erholungswert.“

Der Nationalpark Hohe Tauern stellt ein besonderes Naturjuwel im Alpenbogen dar – er ist nicht nur der größte Nationalpark in Mitteleuropa, sondern auch Österreichs ältester Nationalpark. Heute erstrecken sich 1.856 km² Schutzgebiet mitten am Alpenhauptkamm über die 3 Bundesländer Kärnten, Salzburg und Tirol und bilden einen Hochgebirgsnaturraum der auch zukünftigen Generationen in seiner Ursprünglichkeit als Erholungs- und Erlebnisraum zur Verfügung stehen soll. 

Landeshauptmann Günther Platter bekräftigte bei der Jubiläumsfeier den eingeschlagenen Weg: „25 Jahre Nationalpark Hohe Tauern sind eine einzigartige Erfolgsgeschichte vom Beginn des Abschlusses bis zum heutigen Tag. Er ist zudem der größte Nationalpark im gesamten Alpenraum sowie eines der größten Schutzgebiete in Mitteleuropa und steht als Symbol für ein einmaliges Miteinander von Naturschutz, sanftem Tourismus und Landwirtschaft. Das Land Tirol ist hier den richtigen Weg gegangen, wenn man allein schon bedenkt, wie sehr das Wandern und Bergsteigen in unberührter Natur bei Einheimischen wie Gästen boomt.“

Der Weg zum Nationalpark Hohe Tauern gestaltete sich vor über 25 Jahren als schwierig. Über 20 Jahre wurde in Tirol intensiv diskutiert und hart verhandelt, zwischen der Entwicklung der Hohen Tauern als Nationalpark oder einer Nutzung durch die Energiewirtschaft. Nach dem Beschluss des Tiroler Nationalparkgesetzes durch den Tiroler Landtag im Oktober 1991 waren die Würfel für den letzten Baustein zum länderübergreifenden Nationalpark Hohe Tauern gefallen. Seit 1992 entwickelte sich das Großschutzgebiet beständig weiter und wurde schlussendlich 2006 international nach den Kriterien der IUCN („Weltnaturschutzorganisation“) als Nationalpark anerkannt  und ordnet sich dabei in die Reihe bekannter Nationalparks wie Yellowstone oder dem Krüger-Nationalpark ein. 

Nationalparkdirektor Hermann Stotter, Leiter der Tiroler Nationalparkverwaltung seit der ersten Stunde, betont dabei die ständige Weiterentwicklung eines Nationalparks und die Bedeutung der Zusammenarbeit mit Grundbesitzern und Akteuren in der Region. Bei Artenschutzprojekten wie der Wiederansiedlung des ursprünglich ausgerotteten Bartgeiers oder als Rückzugsraum für bedrohte Arten spielt der Nationalpark Hohe Tauern  eine wichtige Rolle für den Alpenraum.

Die Nationalparkidee schließt bewusst den Menschen nicht aus, sondern möchte ihm Erholung in einzigartigen, unberührten Naturlandschaften bieten – nicht zuletzt wurden in der nun 25-jährigen Geschichte zahlreiche Maßnahmen in Form von Besucherinfrastruktur und v.a. dem Rangerwesen nach US-Vorbild ergriffen. Das Team der Osttiroler Nationalparkranger betreut jährlich mehrere 10.000 Besucher des Tiroler Anteils des Nationalparks Hohe Tauern.   

Zahlen & Fakten Nationalpark Hohe Tauern

  • Gründung: 1981 (Österreichs erster Nationalpark; Tiroler Anteil 1992)
  • Liegt in den Bundesländern Salzburg, Tirol, Kärnten
  • Fläche: 1.856 km2 (davon in Salzburg 805 km2; Tirol 611 km2; Kärnten 440 km2)
  • Seehöhe: 1.000 bis 3.798 m (Großglockner; höchster Berg Österreichs)
  • Lebensraum für 10.000 Tier- und 1.800 Pflanzenarten
  • 551 Bergseen (zwischen 35 m2 & 27.000 m2)
  • > 300 Berggipfel über 3.000 m Seehöhe
  • 342 Gletscher (Gesamtfläche: 170 km2)
  • 279 Bäche (davon 57 Gletscherbäche)
  • 26 bedeutende Wasserfälle
  • 4.308 km Wanderwege & zahlreiche Themenwege   

Die Veranstaltungsfotos befinden sich im Anhang der Meldung.

Ergänzende Bilder
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Rückfragen & Kontakt:

Mag. Florian Jurgeit
Nationalparkverwaltung Tirol
0664-2516136
florian.jurgeit@tirol.gv.at

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