ÖHV zu Gleichstellung Arbeiter/Angestellte: Nobelpreis-verdächtiges Sozialpartner-Geheimkonzept offenlegen

85 % der Beschäftigten im Gastgewerbe sind Arbeiter - Ein neues Gesetz bedroht viele Betriebe mit existenzgefährdenden Kostensteigerungen

Wien (OTS) - „Alle sind sich einig: Wahlzuckerl auf Steuerzahlerkosten sind teuer und gefährlich. Und Wahlzuckerl auf Kosten der Wirtschaft sind um nichts besser. Im Gegenteil: Sie gefährden viele Arbeitsplätze. Weitreichende Gesetzesänderungen wie die Gleichstellung von Arbeitern gehören daher ordentlich durchgerechnet, bevor sie beschlossen werden. Sonst haben wir nachher keine gleichberechtigten Arbeiter, sondern gleichberechtigte Arbeitslose“, fordert die Präsidentin der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV), Michaela Reitterer, vom Nationalrat mehr Bedachtnahme auf die ökonomische Realität. „Da befeuern SPÖ, FPÖ und Grüne eine Entwicklung, die sie nicht wollen“, warnt sie vor der Vernichtung vieler Tausend Arbeitsplätze, wenn Arbeit teurer wird. „Sie ist jetzt schon zu teuer“, verweist sie auf abwandernde Großbetriebe und den zunehmenden Einsatz von Maschinen statt menschlicher Arbeitskraft.

Neues Gesetz macht hohen Anteil an Arbeitern zur Gefahr für Betriebe

Die Hotellerie blieb bisher von großen Entlassungswellen verschont. Das könnte sich mit dem neuen Gesetz ändern, warnt Reitterer: Von 208.144 Beschäftigten im Hotel- und Gastgewerbe sind 178.490 Arbeiter. Steigen die Kosten für 85 % der Belegschaft, geraten viele Betriebe in existenzielle Nöte. „Wir können nach den Kostensteigerungen der letzten Jahre nicht auch noch die Kosten für 85 % der Mitarbeiter mir nichts, dir nichts erhöhen. Das macht alle Budgets, alle Businesspläne zunichte. Das geben die Bilanzen nicht her“, erklärt die Arbeitgeberin: Das gefährde den Qualitätstourismus in Österreich.

Reitterer an Achitz: Realistisch bleiben!

Laut Bernhard Achitz, Leitender Sekretär des ÖGB, haben die Sozialpartner ein Konzept ausgearbeitet, das längere Entgeltfortzahlungen ohne Kostensteigerung für die Arbeitgeber ermöglicht: „Wie kompensiert der ÖGB mehrwöchige Ausfälle? Wenn das funktioniert, legen wir das auf die Privatwirtschaft um und revolutionieren die Weltwirtschaft. Dann bekommen die Sozialpartner wohl den Nobelpreis“, so Reitterer, die es nicht für einen Zufall hält, dass der ÖGB immer daran scheiterte, selbst Hotels zu führen.

Ein Portraitbild von ÖHV-Präsidentin Michaela Reitterer finde Sie hier: https://goo.gl/cqr64G

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