SWV Simmering: Stadträtin Ulli Sima zu Besuch bei ‚Fiakerbaron‘ Wolfgang Fasching und seinen Pferden

Gemeinsames Anliegen ist der Tierschutz, Wunsch der Wiener Fiaker nach flexiblen Arbeitszeiten und verhältnismäßigen Strafhöhen

Wien (OTS) - Auf Einladung der SWV Bezirksgruppe Simmering besuchte die Stadträtin für Umwelt und Wiener Stadtwerke Mag.a Ulli SIMA den Stall von ‚Fiakerbaron‘ und Vorsitzenden des SWV Simmering Wolfgang FASCHING.

Gemeinsam mit dem Nationalratsabgeordneten und Vorsitzenden der SPÖ-Simmering, Dr. Harald TROCH, konnte Wolfgang FASCHING die täglichen Herausforderungen der Wiener Fiaker und deren Anliegen mit Frau Stadträtin SIMA besprechen.

Wolfgang FASCHING bat um Unterstützung in Bezug auf einige Verbesserungen des geltenden Wiener Fiaker- und Pferdemietwagengesetzes sowie der Rahmenbedingungen der Wiener Fiaker: „Wir wünschen uns eine Flexibilisierung unserer Arbeitszeiten im Rahmen der festgelegten Tagesarbeitszeit von 13 Stunden. Die derzeitige Regelung zwingt uns Fiaker zu einem Antreiben der Pferde damit diese von 10 Uhr (Abfahrt Stall) bis 11 Uhr (Auffahrt Standplatz) in der Wiener Innenstadt einlangen. Für viele Gespanne ist die Anfahrt nur im Trab innerhalb einer Stunde zu schaffen. Hier muss das Wohl der Tiere im Vordergrund stehen und ein Anspannen/Ausfahren schon ab 8.30 Uhr möglich sein. Auch kann so ein Stau der zeitgleich in der Innenstadt einlangenden Kutschen vermieden werden. Damit die maximale Tagesarbeitszeit nicht überschritten wird und deren Einhaltung auch kontrolliert werden kann, sollen die Fahrtenbücher künftig vor jeder Fahrt aktualisiert werden.“

Auch wurde die Bitte nach einer verhältnismäßigen Strafhöhe geäußert, dazu Wolfgang FASCHING im Detail: „Die Abstrafung der Wiener Fiaker erfolgt auf Basis des Wiener Fiaker- und Pferdemietwagengesetzes und die Strafhöhen sind im Verhältnis zu Strafen nach der Straßenverkehrsordnung überbordend hoch und sollen auf eine angemessene Strafhöhe reduziert werden.“

An konkreten Beispielen an jüngst ausgesprochenen Strafen nennt der ‚Fiakerbaron‘: Das Abstellen des Fiakers in einer Ladezone wurde mit € 365,- gestraft, ein PKW würde für das idente Vergehen einen Strafzettel in Höhe von € 36,- erhalten. Auch wurde ein Auffahren am Standplatz um 10.56h (4 Minuten zu früh) mit € 180 und € 280 bestraft. Und das Tragen einer Mütze am Kutschbock (statt der vorgeschriebenen Melone) kostete einen Fiaker die stolze Summe von € 365,-.

Tierschutzstadträtin Ulli SIMA bedankte sich für die Einladung und die interessante Führung durch den Betrieb. Sie betonte, dass für sie der Tierschutz Priorität hat: „Ich verstehe natürlich auch die Anliegen der Fiakerbetriebe und ich freue mich, dass unser gemeinsames Interesse dem Wohl der Tiere gilt. Verstöße gegen tierschutzrechtliche Bestimmungen müssen auch künftig streng geahndet werden“, so SIMA. Erfreulich sei, dass auch die Fiakerunternehmer die im letzten Jahr beschlossenen Hitzeferien für die Tiere ab 35 Grad befürworten.

Auch für Dr. Harald TROCH steht selbstverständlich der Tierschutz im Vordergrund: „Tierschutzrelevante Verstöße müssen weiterhin strengstens bestraft werden. Aber generell soll eine Bemessung der Strafhöhe mit Augenmaß erfolgen. Hier muss ein deutlicher Unterschied gemacht werden. Diese Art und Höhe der Strafen ist existenzgefährdend für die Wiener Fiaker.“

Ein großes Anliegen von Wolfgang FASCHING ist auch die Gründung einer eigenen Interessensvertretung: so haben die Wiener Fiaker keine eigene Berufsvertretung sondern sind dem Beförderungsgewerbe mit Personenkraftwagen, Fachgruppe Wien, angeschlossen. „Mit der Gründung einer eigenen Fiaker-Berufsvertretung sollen Statuten und Standesregeln geschaffen werden, deren Kontrolle auf Einhaltung und Ausstellung von Sanktionen bei Nichtbefolgen einem Gremium innerhalb der Berufsvertretung samt Schlichtungsstelle obliegen“, führt Wolfgang FASCHING abschließend aus.

Für einen Großteil der Forderungen der Wiener Fiaker ist allerdings die Abteilung Rechtliche Verkehrsangelegenheiten (MA 65) zuständig, die im Verantwortungsbereich von Vizebürgermeisterin Mag.a Maria VASSILAKOU liegt. Dazu Wolfgang FASCHING: „Das Ausmass der Strafhöhe wirkt sich leider als Bedrohung gegen die wirtschaftliche Existenz und den Fortbestand der Fiaker aus. Als Wiener Traditionsbetriebe, die auch in Zukunft Teil der Stadt Wien sein möchten, hoffen wir daher auf eine Vermittlung durch Stadträtin Ulli Sima.“ 

Rückfragen & Kontakt:

SWV Wien, Bezirksgruppe 11, Simmering
Wolfgang Fasching, Vorsitzender
Mag.a Ortrun Gauper, Stv. Vorsitzende
Simmeringer Hauptstraße 96a, 1110 Wien
M: 0676 / 842 53 1100

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