Nationalrat: Teure Kündigungsfristen, arme Lehrlinge

Statt die Kosten für Arbeit zu senken, sollen Kündigungsfristen verlängert werden – und damit Arbeitsplätze vernichtet. Der Wegfall der Internatskosten bringt erwünschte Entlastung.

Wien (OTS) - Sie unterstütze jeden Vorschlag, der die Überregulierung in Österreich eindämmt, erklärt Michaela Reitterer, Präsidentin der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV): „Das Auseinanderdividieren von Arbeitern und Angestellten muss aufhören, aber was uns jetzt vorgelegt wird, ist populistischer Pfusch und vernichtet Arbeitsplätze. Das verlängert aufgelöste Dienstverhältnisse. Natürlich heißt das Mehrkosten für alle Arbeitgeber, privat wie öffentlich.“ Wie teuer überlange Trennungsprozesse sind, zeigt die Politik: „Schnellere Neuwahlen hätten uns diesen teuren Populismus erspart!“

Reitterer fordert konsequentes Ja zur Lehre

Alles andere als populistisch, sondern standortpolitisch wertvoll sei dagegen der Vorschlag der Gewerkschaftsjugend, Lehrlinge von Internatskosten zu befreien: „Mit diesem win-win-Vorschlag legen die jungen Interessenvertreter den arrivierten Berufspolitikern etwas vor. Wer ja zur Lehre sagt, kann nicht gegen diesen Vorschlag stimmen“, wünscht sich Reitterer von der Politik Konsequenz: „Wer in seinen Sonntagsreden ständig das Loblied auf die Ausbildung singt, muss dem zustimmen. So viele Branchen haben doch nicht die Lehrlingsentschädigung erhöht, um Unterkünfte zu finanzieren. Das Geld soll den Lehrlingen bleiben!“

Internatskosten belasten Familien, Lohnnebenkosten die Wirtschaft

„Natürlich belasten Internatskosten Familien und sollen über den Familienlastenausgleichsfonds finanziert werden“, stellt Reitterer klar. Unabhängig davon sollen die Ausgaben des FLAF, wie vom Familienministerium selbst angedacht, gesenkt werden:
„Mutter-Kind-Pass-Untersuchungen soll das Gesundheitsministerium bezahlen. Und Unterhaltsvorschüsse oder die Krankenversicherung zum Kinderbetreuungsgeld müssen auch nicht den Arbeitgebern umgehängt werden.“

Fokus auf die Lehre

Handlungsbedarf sieht Reitterer nicht nur bei der Unterbringung von Lehrlingen, sondern auch bei

  • zeitgemäßem Unterrichtsmaterial und eLearning
  • Anreizen für Praktiker, sich in der theoretischen Ausbildung zu engagieren, sowie
  • Leistungsstipendien

„Wenn Stipendien bei Studenten funktionieren, werden sie auch bei Lehrlinge funktionieren – ich sehe da keinen Grund, sie zu benachteiligen, wenn es um Lernerfolge geht“, hält Reitterer fest.

Weitere Vorschläge für den Arbeitsmarkt der Zukunft finden Sie unter www.oehv.at/tourismus-jetzt

Ein Portraitbild von ÖHV-Präsidentin Michaela Reitterer finden Sie hier: https://goo.gl/254BYx

Weitere Pressemeldungen finden Sie unter www.oehv.at/presse

Rückfragen & Kontakt:

Martin Stanits
Leiter Public Affairs & Research
T: +43 664 516 08 31
martin.stanits@oehv.at
www.oehv.at

TP-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.TOURISMUSPRESSE.AT | T150001