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USt.-Erhöhung und Umsetzungsprozedere bei Registrierkassen als größte Flops der Steuerreform 2016. Hotelbetriebe wollen keine „paradiesischen Papiere" sondern konkrete Ergebnisse

Es gibt eine Vielzahl dringend benötigter Maßnahmen, die schleunigst ins zukünftige Regierungsprogramm aufgenommen gehören
Thomas Reisenzahn
Die Lohnentwicklung gehört schon längst an die Inflation gekoppelt
Stefan Rohrmoser

Wien (OTS) - Die Schlagwortpolitik des Wahlkampfes und der derzeitigen Regierungsverhandlungen sollte baldigst abgelegt werden. "Es gibt eine Vielzahl dringend benötigter Maßnahmen, die schleunigst ins zukünftige Regierungsprogramm aufgenommen gehören", erklärt Thomas Reisenzahn, Geschäftsführer der Prodinger Tourismusberatung, zur aktuellen innenpolitischen Situation.

Dafür braucht es eine starke Regierung, die willens und in der Lage ist, die notwendigen Entscheidungen auch gegen die zu erwartenden heftigen Widerstände zu treffen. Die Lohnsteuervorteile aus der letzten Steuerreform, die übrigens vom Tourismus finanziert worden ist, verpuffen gerade wieder. Inzwischen werden die Nettolöhne vom Staat neuerlich angeknabbert, wenn Löhne erhöht werden und eine nächste Progressionsstufe erreicht wird. Das sind die Folgen der ominösen kalten Progression. "Die Lohnentwicklung gehört schon längst an die Inflation gekoppelt", betont Stefan Rohrmoser, Geschäftsführer der Prodinger Steuerberatung. Die USt.-Erhöhung auf Beherbergung (von zehn auf 13 Prozent) und die widersprüchliche Umsetzung der Registrierkassenverordnung scheinen die größten Rohrkrepierer der jüngsten Vergangenheit zu sein. "Jede Erhöhung des Umsatzsteuersatzes ist im harten internationalen Wettbewerb ein enormer Ertragsnachteil. In einer Dienstleistungs- und Beschäftigungsbranche wie der Hotellerie wirkt sich dieser Konkurrenznachteil verheerend aus. Hohe Lohnabgaben und hohe Verbrauchersteuern passen einfach nicht zusammen und gehören so schnell wie möglich gesenkt", so Thomas Reisenzahn.

Tourismusbetriebe, die auf keine „paradiesischen Papiere" zurückgreifen können und voll in der Realökonomie vor Ort in ihren Betrieben stehen, verstehen nicht, dass der Steuerflucht von Internetkonzernen wie Airbnb nicht vehementer entgegengetreten wird. Die Big Four der Wirtschaftsberater zeichnen sich auch nicht mit diesen dubiosen Praktiken aus, die solche "Sunshine" Geschäfte ermöglichen.

"Denn eines, was die neue Regierung mit Sicherheit braucht, sind „Push-Effekte“ seitens des bewährten Devisenbringers Tourismus, also Mehreinnahmen als Folge einer vernünftigen gerechten Wirtschaftsbelebung durch eine schnelle und sinnvolle Steuerentlastung“, appelliert Stefan Rohrmoser an die Regierungsverhandler, jetzt die richtigen Pflöcke einzuschlagen.

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