Dziedzic: Burschenschafter hetzen mit Nazi-Bildern gegen Homosexuelle

Regenbogen-Ball wird selbstbewusstes Zeichen für Minderheiten setzen

Wien (OTS) - „Morgen findet zum 21. Mal der Regenbogenball statt und kurz davor wird jetzt eine neuerliche Ungeheuerlichkeit aus Burschenschafter-Kreisen bekannt. Eine schlagende Burschenschaft im steirischen Leoben hat mit einem Bild eines NS-Malers offen Propaganda gegen Homosexuelle betrieben“, berichtet die Grüne Bundesrätin Ewa Dziedzic. „Zwar ist die ablehnende Gesinnung von Burschenschaften gegenüber Minderheiten weithin bekannt, neu und erschreckend ist aber, dass diese Einstellung nun offen und ohne jede Skrupel gezeigt wird“, spricht die Bundessprecherin der Grünen Andersrum auch die jüngsten Ereignisse rund um den freiheitlichen Spitzenkandidaten für die NÖ-Wahl, Udo Landbauer, und das Nazi-Liederbuch seiner Burschenschaft Germania an.

Angesichts dieser Entwicklung hält es Dziedzic für umso wichtiger, dass sich Homosexuelle selbstbewusst und offen präsentieren. „Ich freue mich auch heuer wieder auf den Regenbogen-Ball im Parkhotel Schönbrunn. Mit großer Grüner Unterstützung werde ich dabei sein und wir werden gemeinsam ein Signal für Offenheit sowie Sichtbarkeit geben. Die Grünen Andersrum setzen sich schon seit über 20 Jahren für die Gleichstellung von LGBTI*-Personen vor dem Gesetz ein. Der Regenbogen-Ball ist neben der Viennapride ein Fixpunkt im Jahr und setzt ein wichtiges Zeichen für eine offene Gesellschaft“, betont die Grüne.

Und es gibt heuer Grund zu feiern: „Die Öffnung der Ehe durch den Verfassungsgerichtshof steht am Ende eines langen Kampfes um gleiche Rechte für alle“, sagt Dziedzic. „Und dennoch gibt es noch viel zu tun: Die Erweiterung des Diskriminierungsschutzes (Levelling-Up) ist in weite Ferne gerückt, Rechte für Inter- sowie Transpersonen müssen möglichst schnell her. Die beiden Parteien der aktuellen schwarzblauen Regierung haben sich in der Vergangenheit gegen die Gleichstellung von LGBTI*-Menschen gestellt. Wir werden dagegen kämpfen, dass wir uns nicht wieder in die Vergangenheit bewegen werden“, stellt Dziedzic klar.

Bereits zum 21. Mal findet der von der HOSI-Wien organisierte Regenbogen-Ball am Samstag im Parkhotel Schönbrunn statt. Auch heuer werden wieder bekannte Personen aus Politik, Wirtschaft und Kultur anwesend sein, um solidarisch für die Gleichstellung und Anerkennung von Minderheiten einzustehen.

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