Nocker-Schwarzenbacher zu Fachkräftemangel: Endlich Lösungen statt polemischer Debatten

WKÖ-Tourismus-Sprecherin kritisiert offenen Brief der Gewerkschaft vida – Statt ständig Branche als Arbeitgeber schlechtzumachen, lieber Köche auf Mangelberufsliste setzen

Wien (OTS) - „Statt polemischer Kleingeldmacherei über die Medien, wäre es sinnvoller, endlich konstruktive Vorschläge und Lösungen für das Problem des Fachkräftemangels auf den Tisch zu legen“, kritisiert Petra Nocker-Schwarzenbacher, Obfrau der Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), den offenen Brief von Roman Hebenstreit, Vorsitzender der Gewerkschaft vida, an Vizekanzler FPÖ-Obmann Heinz-Christian Strache. Ständig die gesamte Branche als Arbeitgeber schlechtzumachen, sei nicht nur destruktiv, sondern entbehre auch jeder Grundlage, verweist Nocker-Schwarzenbacher auf viele Zugeständnisse der Arbeitgeberseite, wie etwa die Verlängerung der Berufsschulzeit oder die überproportionale Lohnerhöhung für Lehrlinge (im Schnitt 8%), die von den Unternehmen geschultert werden. Zudem habe sich die Branche aufgrund des akuten Fachkräftemangels im Kollektivvertrag um eine höhere Lohnentwicklung bemüht und den Kollektivvertrag per 1. Mai 2017 im Schnitt um +2,1% erhöht. Die Verhandlungen für 2018 sind aktuell im Gange.

Grund für den Fachkräftemangel sieht Nocker-Schwarzenbacher in der ständig steigenden Gästezahl: „Wir haben jedes Jahr mehr Beschäftigte und im vergangenen Jahr auch mehr Lehrlinge – es ist also einfach falsch zu sagen, es würden uns die Mitarbeiter davonlaufen, wie die Gewerkschaft gebetmühlenartig wiederholt. Wir haben aber auch jedes Jahr mehr Gäste und die steigen im Verhältnis zu den Arbeitskräften überproportional stärker an.“

In der gesamten EU herrsche aufgrund der überall anspringenden Konjunktur ein Wettlauf nach Fachkräften. Das kann auch mit einer parteipolitisch gefärbten Debatte nicht wegdiskutiert geschweige denn gelöst werden.

„Um dem akuten Fachkräftemangels entgegenzuwirken, ist die Aufnahme von Köchen in die Mangelberufsliste ein wichtiger Schritt, der den Betrieben rasche Entlastung bringen würde. Somit könnten auch Arbeitskräfte aus Drittstaaten punktgenau dort eingesetzt werden, wo sie notwendig gebraucht werden“, betont Nocker-Schwarzenbacher, die abschließend bedauert, dass es trotz wiederholter Einladung bis jetzt noch zu keinem Treffen mit vida-Chef Hebenstreit gekommen ist.  (PWK083/ES)

 

 

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