Hotellerie: Marktkonzentration im Onlinevertrieb nimmt weiter zu

Plattformen teilen sich den Markt auf. KMUs hilft Know-how und ein Gesetz, das der EU-Harmonisierung nicht zum Opfer fallen darf.

Wien (OTS) - „Booking und Expedia gewinnen Marktanteile auf Kosten von HRS, Hotels und Gästen“, kommentiert Dr. Markus Gratzer, Generalsekretär der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV), eine aktuelle Studie der HOTREC. Demnach teilen sich diese drei Online Travel Agencies (OTAs) 92 % des Markts, wie der Gastgewerbe-Dachverband in einer europaweiten Befragung festgestellt. 

Was biete ich dem Gast für die Direktbuchung

Die direkte Buchung im Hotel verliert von hohem Niveau aus etwas an Boden: Jede zweite Reise wird heute bei Hotels gebucht, die andere Hälfte teilen sich die OTAs und andere Vertriebskanäle: „Im Querschnitt über die Branche befinden sich Direktbuchungen und der Vertrieb über Dritte noch in der Balance. Die Herausforderung für KMU ist, die nächsten Schritte der OTAs zu kennen: Wie wollen die Plattformen die Kontaktaufnahme mit den Gästen noch schwerer machen? Was biete ich dem Gast, damit er direkt bucht? Was können Plattform nicht leisten?“  

Know-how hilft

Hoteliers, die sich dafür wappnen wollen, legt Gratzer einen Lehrgang für Online Marketing und Revenue/Yield Management ans Herz: Die ÖHV bietet einen in zwei Modulen an – Teil 1 von 15. bis 19. Oktober im Oberforsthof im St. Johann an, Teil 2 von 19. bis 23. November im Kaiserhof Kitzbühel. Details unter www.oehv.at/lory 

Im Visier von EU und Konzernen: das Verbot der Ratenparität

Damit Österreichs Hotels weiter eine Chance haben gegen die Übermacht der Konzerne, braucht es aber den richtigen rechtlichen Rahmen – das gesetzliche Verbot der Ratenparität: Von der ÖHV erkämpft, stärkt es den KMU den Rücken. Jetzt besteht die Gefahr, dass es von der EU wegharmonisiert wird: „Österreich ist da EU-weit Vorreiter, das ist den Plattformen natürlich ein Dorn im Auge. Das Gesetz darf der EU-Harmonisierungswut nicht zum Opfer fallen“, appelliert Gratzer an die Bundesregierung, sich mit anderen Staaten für eine sachliche Lösung einzusetzen: „Wir zahlen hier Steuern, wir schaffen hier Arbeitsplätze: Macht uns das nicht unnötig schwer“, so sein Appell an die Mitglieder im EU-Ministerrat. 

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