Arsenovic/Grüne Wirtschaft: „Auch Wien braucht einen Nachtbürgermeister“

Kulturelle Vielfalt und Miteinander stärken

Eine Metropole wird auch (oder gerade) durch ihr Nachtleben zur Weltstadt und damit zum Tourismus-Magneten, siehe Berlin. Das muss gefördert und unterstützt werden, indem man gesetzliche Erleichterungen schafft und Verfahrensabläufe modernisiert.
Hans Arsenovic, Regionalsprecher der Grünen Wirtschaft Wien

Wien (OTS) - Einen Nachtbürgermeister oder eine Nachtbürgermeisterin nach dem Vorbild von London, Paris, Zürich, New York oder Amsterdam auch für Wien, als Schnittstelle zwischen VeranstalterInnen, AnrainerInnen, Stadtverwaltung und Politik – dafür spricht sich die Grüne Wirtschaft aus. Denn eine lebendige Nachtszene sei ein wichtiger Garant für kulturelle Vielfalt und zudem ein wichtiger Faktor für Wirtschaft und Tourismus, so Hans Arsenovic, Regionalsprecher der Grünen Wirtschaft Wien.

Nächtliche kulturelle Vielfalt stärken, Nachtwirtschaft als Faktor ernst nehmen

Ein/e NachtbürgermeisterIn stärkt das nächtliche Kulturangebot und vermittelt zwischen der Branche und MA 7 (Kultur), MA 36 (Veranstaltungswesen), magistratischen Bezirksämtern (Betriebsanlagen), Bezirksvorstehungen, ausgelagerten Institutionen der Stadt Wien (z.B. Kreative Räume, Wirtschaftsagentur, Wien Tourismus), Wirtschaftskammer, Mietervereinigung, IG Kultur, Branchenverbänden, politischen Parteien und Behörden des Bundes.  

Unabhängiger Verein als Modell

„Wir wünschen uns einen unabhängigen, von öffentlichen Stellen finanzierten Verein, der als SprecherIn eine/n NachtbürgermeisterIn wählt“, so Arsenovic. Der Verein ist dann zentrale Service- und Anlaufstelle für KulturveranstalterInnen, Festivals, Clubs, Open-Air-Initiativen, Venues, KünstlerInnen und kreativwirtschaftliche Unternehmen. Er steht mit Know-How in rechtlichen, technischen, wirtschaftlichen, kommunikativen, künstlerischen und ökologischen Belangen zur Seite. Die Berliner Club Commission und die Vienna Film Commission sind hier gute Beispiele. 

Arsenovic: „In den letzten Monaten haben sich viele Initiativen und Personen organisiert. Sie entwickeln nun Detailkonzepte und sind mit den Wiener Regierungsparteien und der Stadtverwaltung im Gespräch über konkrete Umsetzungsmöglichkeiten. Wir begrüßen all diese Initiativen, denn ein/e Nachtbürgermeister/in braucht das Vertrauen der von ihm (oder ihr) vertretenen Initiativen. Parallel dazu arbeiten wir an der Finanzierung des Projekts.“

AnrainerInnen informieren und einbinden

AnrainerInnen sollen als direkt Betroffene im Vorfeld von Veranstaltungen in Zukunft aktiver informiert und eingebunden werden. Der/die Nachtbürgermeister/in bzw. die Servicestelle hat so auch die Aufgabe der  Mediation und des Dialogs, um ein rücksichtsvolles Mit- und Nebeneinander zu fördern. Sie soll Hemmschwellen und Vorurteile abbauen, Akzeptanz erhöhen und die Wichtigkeit einer lebendigen Stadt vermitteln. „Der aktive Dialog von KulturveranstalterInnen und AnrainerInnen ist in einer stark wachsenden und immer jünger werdenden Stadt zentral. Wir wollen nicht, dass Wien um acht Uhr abends die Gehsteige hochklappen muss“, so Arsenovic.

„Gesetzliche Erleichterungen bieten“

Arsenovic: Eine Metropole wird auch (oder gerade) durch ihr Nachtleben zur Weltstadt und damit zum Tourismus-Magneten, siehe Berlin. Das muss gefördert und unterstützt werden, indem man gesetzliche Erleichterungen schafft und Verfahrensabläufe modernisiert.

Hier sei vor allem das One-Stopp-Prinzip bei Veranstaltungs- und Betriebsanlagengenehmigungen erwähnt. "Wir müssen auch hinterfragen, ob die Sperrstundenregelung noch zeitgemäß ist. Und: das Wiener Veranstaltungsgesetz und das Wiener Veranstaltungsstättengesetz müssen breit evaluiert werden", so Arsenovic.

Die Grüne Wirtschaft wurde in Sachen Nachtwirtschaft bereits politisch aktiv: „Wir haben das Thema bereits im Wiener Wirtschaftsparlament vorangetrieben. Außerdem ist eine Studie zur Nachtwirtschaft geplant. Und in Gesprächen mit der Wirtschaftsagentur Wien arbeiten wir an Optimierungen der Förderungen im Bereich der Kreativwirtschaft.“

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Mag.a Lina Bibaric
Kommunikation Grüne Wirtschaft
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