Naturfreunde fordern gerechte Seezugänge

Trotz Klagsdrohungen von Seemillionären: Wir lassen uns nicht mundtot machen!

Wien (OTS) - Die Kampagne der Naturfreunde Kärnten für gerechte Seezugänge hat offenbar einen wunden Punkt bei so manchem Eigentümer von millionenschweren Seeimmobilien getroffen. Mittels Klagsdrohung wird versucht, die Initiative zu stoppen. Naturfreunde Kärnten Vorsitzender Philipp Liesnig hat dafür eine klare Botschaft übrig: „Wir lassen uns nicht mundtot machen, unser Kampf für gerechte Seezugänge geht weiter!“

Die Naturfreunde kämpfen gegen die Verschandelung der Kärntner Seen und für die Beseitigung von Bausünden. Gehörige Nervosität dürften sie damit bei den Eigentümern millionenschwerer Seegrundstücke ausgelöst haben. So flatterte dem Landesvorsitzenden Philipp Liesnig eine Klagsdrohung einer Wiener Rechtsanwaltskanzlei, die die Eigentümer einer millionenschweren Seeimmobilie vertritt, ins Haus. Zu den Einschüchterungsversuchen bezieht Liesnig klar Stellung: „Wir lassen uns nicht mundtot machen, unser Kampf für gerechte Seezugänge geht weiter“. 

Der Naturfreunde-Vorsitzende verdeutlicht anhand weiterer Beispiele, was den Naturfreunden sauer aufstößt – und wo in Zukunft der Riegel vorgeschoben werden muss:

Beim im Privateigentum stehenden Faaker See gibt es immer wieder Versuche, den einzigen freien Seezugang, der sich in der Ortschaft Egg befindet, zu schließen. „Dem muss, nicht nur im konkreten Fall Faaker See, sondern generell der Riegel vorgeschoben werden“, fordert Liesnig. In Velden steht das in Privateigentum stehende Gemeindebad zum Verkauf. „Nur dank des langfristigen Pachtvertrages der Gemeinde ist der Fortbestand des Gemeindebades gesichert - vorerst“, pocht Liesnig auf eine dauerhafte Lösung. Vorsichtig positiv beurteilt Liesnig, dass sich die Gemeinde Krumpendorf bei den Spekulationen um die Zukunft des Kropfitschbades in Krumpendorf dazu bekenne, an der bestehenden Widmung nicht zu rütteln. Die Naturfreunde streben jedoch gesetzliche Regelungen an, die den öffentlichen Zugang in derartigen Fällen sicherstellen.

„An den genannten Beispielen wird deutlich, dass Gemeinden und Land alle derzeit vorhandenen raumplanerischen Instrumente ausnutzen müssen, um öffentliche Interessen zu schützen und die Spielräume von Spekulanten und Investoren einzuschränken. Darüber hinaus bedarf es aber sicher auch weitergehender gesetzlicher Regelungen, um die Sünden der Vergangenheit zu beseitigen“, fordert Liesnig. Diesen Auftrag sehe er auch durch die Kärntner Landesverfassung gegeben, die besagt, dass „die Eigenart und die Schönheit der Kärntner Landschaft, die charakteristischen Landschaftsbilder sowie die Natur- und Kulturdenkmäler Kärntens zu erhalten und eingetretene Schäden an der Umwelt möglichst zu beseitigen sind.“ Die Naturfreunde sehen aber durchaus optimistisch in die Zukunft. „Die positive Reaktion von Landeshauptmann Kaiser auf die geforderte Zweckwidmung der Motorbootabgabe sowie die sofortige Gesprächseinladung durch den Raumplanungsreferenten Landesrat Fellner zeigen, dass die Politik dieses wichtige Thema ernst nimmt“, freut sich Liesnig über die positive Resonanz. 

Wie es gehen kann, zeigt auch das von der Stadt Villach betriebene Strandbad Drobollach. Hier konnte das öffentliche Strandbad dank der Initiative der Stadt Villach in den letzten Jahren wesentlich erweitert werden. „Davon profitieren die heimische Bevölkerung wie der Tourismus gleichermaßen“, schließt Liesnig mit einem positiven Beispiel.

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