Belvedere 21: Der Wert der Freiheit

Ausstellung von 19. September 2018 bis 10. Februar 2019

Angesichts eines Klimas der Angst und Verunsicherung entsteht zunehmend ein gesellschaftlicher Konsens darüber, dass der Staat mehr reglementieren und kontrollieren sollte. Die dringende Notwendigkeit einer Diskussion über die Folgen ist Anlass, diese Ausstellung über den Wert der Freiheit zu zeigen
Generaldirektorin Stella Rollig
Die Freiheit steht dabei immer im Verhältnis zu anderen Faktoren und muss daher ständig neu verhandelt werden
Kurator Severin Dünser

Wien (OTS) - Welchen Stellenwert hat Freiheit heute? Wie kann der gesellschaftliche Balanceakt zwischen individueller Selbstbestimmung und sozialer Verantwortung gelingen? Werke von mehr als fünfzig Künstlerinnen und Künstlern nähern sich im Belvedere 21 diesem komplexen Thema aus unterschiedlichen Perspektiven und schaffen ein Bewusstsein für die Fragilität der Freiheit.

Angesichts eines Klimas der Angst und Verunsicherung entsteht zunehmend ein gesellschaftlicher Konsens darüber, dass der Staat mehr reglementieren und kontrollieren sollte. Die dringende Notwendigkeit einer Diskussion über die Folgen ist Anlass, diese Ausstellung über den Wert der Freiheit zu zeigen“, so Generaldirektorin Stella Rollig.

Freiheit ist ein Prozess, in dem man selbstständig und zwanglos zwischen Möglichkeiten wählen und entscheiden kann. Aber individuelle Selbstbestimmung wird von vielen inneren und äußeren Faktoren beeinflusst. Die Gruppenausstellung „Der Wert der Freiheit“ beschreibt dieses Geflecht aus gegenseitigen Abhängigkeiten und Wechselwirkungen entlang verschiedener ineinander greifender Themenbereiche. Ein zentraler Teil der Schau widmet sich dem grundsätzlichen Wesen der Freiheit. Um die Demokratie und um Staatsformen, die die Strukturen des Zusammenlebens bestimmen, geht es in einer weiteren Zone. Eine Reihe von Exponaten beschäftigt sich mit der Einschränkung von Freiheit durch Überwachung, Kontrolle und Zensur. Phänomenen des öffentlichen Raums werden Aspekte und Mechanismen aus den sozialen Medien gegenübergestellt. Und die Macht des Wissens trifft auf die Ohnmacht der Desinformation. Ein weiterer Bereich geht Subjektivierungsformen und Strategien der Emanzipation nach. Ebenso werden neue Imperative der Identitätspolitik hinterfragt. Die Freiheit wird auch in ihrem ökonomischen Kontext verhandelt: Verspricht die stetige Produktivitätssteigerung durch Selbstoptimierung überhaupt mehr Freiheit?

Insgesamt umkreist die Ausstellung ein Geflecht aus gegenseitigen Abhängigkeiten und Wechselwirkungen: zwischen Mensch und Gesellschaft, Demokratie und Ökonomie, Arbeit und Freizeit, Körper und Geist, Natur und Kultur.Die Freiheit steht dabei immer im Verhältnis zu anderen Faktoren und muss daher ständig neu verhandelt werden,“ erläutert Kurator Severin Dünser

Mit Arbeiten von

Zbynĕk Baladrán, Dara Birnbaum, Jordi Colomer, Carola Dertnig, Simon Dybbroe Møller, Harun Farocki, Karin Ferrari, Forensic Oceanography, John Gerrard, Johannes Gierlinger, Lola Gonzàlez, Johan Grimonprez, Igor Grubić, Eva Grubinger, Marlene Haring, Hiwa K, Leon Kahane, Šejla Kamerić, Alexander Kluge, Nina Könnemann, Laibach, Lars Laumann, Luiza Margan, Teresa Margolles, Isabella Celeste Maund, Anna Meyer, Aernout Mik, Matthias Noggler, Josip Novosel, Julian Oliver, Trevor Paglen, Christodoulos Panayiotou, Ivan Pardo, Oliver Ressler, Lili Reynaud-Dewar, Ashley Hans Scheirl, Christoph Schlingensief, Andreas Siekmann, Eva Stefani, Superflex, Pilvi Takala, Philipp Timischl, Milica Tomić, Betty Tompkins, Amalia Ulman, Kostis Velonis, Kara Walker, Stephen Willats, Anna Witt, Hannes Zebedin, Zentrum für politische Schönheit, Tobias Zielony und Artur Żmijewski. 

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog mit Beiträgen von Severin Dünser, Scott Jordan, Oliver Marchart, Elżbieta Matynia und Stella Rollig im Verlag für moderne Kunst. 

Der Pressetext sowie hochauflösende Pressebilder stehen unter folgendem Link zum Download bereit: belvedere21.at/presse21

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Österreichische Galerie Belvedere
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