EU-Verordnung bringt Wende in Beziehungen zwischen Unternehmen und Online Plattformen

WKO-Hotellerie Kraus-Winkler: „Vereinbarung ist wichtiger Schritt zu mehr Transparenz und faireren Bedingungen für unsere Hotelbetriebe“

Wien (OTS) - Die europäischen Institutionen haben gestern, Donnerstag, eine Vereinbarung über die künftige europäische Verordnung zu den Beziehungen zwischen Unternehmen und Online-Plattformen beschlossen. „Das ist ein wichtiger Schritt in Richtung mehr Transparenz und faireren Bedingungen für unsere Hotelbetriebe in ihren Geschäftsbeziehungen mit Internet-Giganten“, betont Susanne Kraus-Winkler, Obfrau des Fachverbandes Hotellerie in der Wirtschaftskammer Österreich.

Im online vermittelten Hotelbuchungsmarkt kontrolliert eine Plattform zwei Drittel des Marktes und über 90% mit zwei anderen Akteuren. Diese Dominanz, die zu unfairen Geschäftspraktiken geführt hat, wird durch die geltende Verordnung größtenteils behoben:

- Eine erhöhte Transparenz bei Ranking- und Suchergebnissen soll fundiertere Geschäftsentscheidungen ermöglichen, während die Verpflichtung zu fairen internen Beschwerdemechanismen sicherstellen soll, dass die Anliegen und Beschwerden der Unternehmen innerhalb einer angemessenen Frist korrekt behandelt werden.

- Plattformen sollen angeben, über welche zusätzlichen Kanäle sie die Waren und Dienstleistungen der Unternehmen anbieten (d.h. mehr Transparenz für die Partnerunternehmen der Plattformen).

- Die Bedingungen der Online-Plattformen für Unternehmen sollen klarer sein, und Anpassungen daran sollten besser vorhergesehen werden.

- Alle Sanktionen von Online-Plattformen gegen Unternehmen müssen gut begründet und für das betreffende Unternehmen leicht verständlich sein.

"Für die Hotellerie ist die heutige Vereinbarung eine Wende in der bisher ungerechten und unausgewogenen Beziehung zwischen Unternehmen und Online-Plattformen – für den wir seit mehr als zehn Jahren kämpfen. Wir hoffen, dass dies auch einen Schritt in Richtung eines verstärkten und fairen Wettbewerbs im Online-Vertrieb bedeuten wird", so Susanne Kraus-Winkler abschließend.

Der Fachverband Hotellerie in der Wirtschaftskammer Österreich vertritt cirka 16.000 Beherbergungsbetriebe mit 1,06 Millionen Betten. Mit über 45 Millionen Ankünften, knapp 150 Millionen Nächtigungen und 102.332 Beschäftigten leistet die heimische Hotellerie einen wesentlichen Beitrag zur direkten und indirekten Wertschöpfung der Tourismus- und Freizeitwirtschaft. (PWK097/ES)

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